Über dem Projekt des Landes sind also, wie <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/standseilbahn-meran-schenna-wird-das-projekt-versenkt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">exklusiv berichtet</a>, nicht nur tiefschwarze Wolken aufgezogen, es scheint vor seiner Versenkung zu stehen. <BR /><BR />Wenn aller Voraussicht nach der Meraner Gemeinderat am 27. November sein nicht bindendes Gutachten zum Projekt abgibt, wird dieses mehrheitlich negativ ausfallen. <BR /><BR />Gemäß Land sollen 3 Punkte bewertet werden: das Projekt mit allen seinen Varianten, die Berg- und Talstation sowie das Baulos 2, sprich die Anbindung des Stadtzentrums mit dem Meraner Bahnhof mittels einer unterirdischen Tram. „Ein hypothetisches Projekt, das es nicht gibt“, wendet Casolari ein. Punkt 2 betrifft die Verortung der Talstation und Punkt 3 eine Bezugsperson, sollte das Projekt verwirklicht werden. „So wie das Projekt derzeit ist, stimmen wir mit Nein. Davon sind wir felsenfest überzeugt“, sagt der „La Civica“-Chef, um dann das glatte Nein zu erklären: „Es hat keinen bis einen sehr geringen Mehrwert für Meran, sondern nur für Schenna. Wir sind zudem besorgt, was in der Lazag passieren würde und uns besorgen die enormen Kosten.“<BR /><BR />Man übernehme die Verantwortung, auf 37,5 Mio. Euro des Staates zu verzichten, „denn es bräuchte weitere 80 Mio. Euro. Unsere Prioritäten in der Mobilität sind andere: ein Mobilitätszentrum, eine schadstofffreie Busflotte, Bahnunterquerungen für Meran und eine MeBo-Ausfahrt bei der Cafa, sollte das Kavernenareal verbaut werden“, unterstreichen Casolari und Nerio Zaccaria. Es sei auch keine wahltaktische Entscheidung, „denn in einem Jahr haben die Meraner das Projekt vergessen“, glaubt Casolari. <BR /><BR />„Mir tut es leid für Mobilitätslandesrat Alfreider, der immer mit offenen Karten gespielt hat und wir möchten auch nicht, dass sich dadurch das Verhältnis Meran-Land verschlechtert. Wir sind auch bereit, uns erneut an einen Tisch zu setzen, eventuell, wenn das Baulos Tram für Meran und Standseilbahn ein einheitliches wird“, ergänzt Zaccaria.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="963829_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />„Ein einheitliches Baulos ist nicht machbar und geht sich zeitlich nicht aus, um EU-Fonds anzuzapfen“, repliziert <b>Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider</b> (Bild). „Das Projekt ist da, bleibt da und war reif, umgesetzt zu werden, aber wir werden der Gemeinde Meran sicher nichts aufdrücken. Andere Gemeinden wären froh, weil es eine Riesenchance wäre. Wenn Meran die Investition von 40 Mio. Euro nicht will, werden wir das Ganze neu bewerten und das Geld irgendwo anders investieren müssen. Aber wir sind nach wie vor offen für Gespräche“, erklärt Alfreider. <BR /><BR />Aber es sei „ein bisschen seltsam, dass jetzt, 10 Tage nach den Wahlen, diese Aussagen kommen. Denn sowohl der Bürgermeister als auch Stadtrat Zaccaria sagten noch im Vorfeld der Wahlen zu mir, dass sie zum Projekt stünden und froh seien, dass ein solches Projekt kommt“. Vielleicht schaue man bereits Richtung Gemeinderatswahlen. Er, Alfreider, sei nach wie vor vom Mehrwert des Projekts für Meran überzeugt. „Das sagen auch alle Masterpläne der Stadt aller politischen Couleur. Alle Projekte für ein autofreies Meran bekommen so einen Bremser. Wenn das die Art und Weise ist, wird es schwierig zu kooperieren“, gibt Alfreider zu bedenken.