Donnerstag, 16. April 2015

Italiener sind die Hausarbeits-Muffel schlechthin

"Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem ...", hieß es einst im Song von Johanna von Koczian. Die Haus- und Pflegearbeit ist vor allem in Italien noch immer Frauensache. Dies geht aus einem Überblick des Arbeitsförderungsinstituts AFI hervor.

Italienische Männer bringen sich EU-weit am wenigsten in der Hausarbeit ein.
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Italienische Männer bringen sich EU-weit am wenigsten in der Hausarbeit ein. - Foto: © shutterstock

Es geht um die Familienarbeit oder Arbeit im Haushalt, sprich Haus- und Pflegearbeit. Dieser kommen vor allem italienische Männer ungern nach.

Von allen EU-Ländern leisten die Italienerinnen am meisten Hausarbeit, nämlich 5 Stunden 20 Minuten. Ihre Männer helfen ihnen im EU-Vergleich am wenigsten. Dennoch - so das AFI - nimmt der Anteil der Zuarbeit der Männer im Haushalt mit der neuen Generation zu.

Belgier hui, Italiener ...

Die italienischen Männer gehen im Schnitt am Tag 8:09 Stunden einer bezahlten Arbeit und nur 1:54 Stunden der Hausarbeit nach. Im Unterschied dazu arbeiten die italienischen Frauen 6:49 Stunden auf Lohnbasis und 3:54 Stunden im Haushalt.

In Belgien greifen die Männer mit 2:38 Stunden pro Tag am meisten in den Haushalt ein. Bei den italienischen Männern sind es 1:35 Stunden.

 

Männer und Hausarbeit in Europa. Foto: AFI, Quelle: Eurostat

 

Eine ausgewogenere Arbeitsteilung gibt es bei Paaren im Norden und jenen, wo beide einen höheren Studientitel aufweisen und erwerbstätig sind.

Südtiroler Männer 

Zur Aufteilung in Südtirol zeigt das AFI auf, dass die Hausarbeit ab zehn bis über 30 Stunden pro Woche von den Frauen geschultert wird. Männer bringen sich laut AFI überwiegend bis zu neuen Stunden pro Woche in den Haushalt ein.

 

Wer wie viel Zeit mit Hausarbeit verbringt. Quelle: AFI

stol/ker

stol