Nach übereinstimmenden Medienberichten sind die Xaverianer-Missionarinnen Lucia Pulici (75), Olga Raschietti (83) und Bernadetta Boggian in ihrem Kloster in Kamenge in Burundi erstochen worden. Die Tat geht vermutlich auf einen offenbar verwirrten Mann zurück, teilt die Diözese Parma mit, aus der die Schwestern stammten und wo in den vergangenen Tagen auch das Generalkapitel der Xaverianer-Missionarinnen stattgefunden hatte.Nach einem Bericht des in der Nähe wohnenden Priesters, Mario Pulcini, der auch der Superior der Xaverianerinnen in Burundi ist, soll Schwester Bernadetta und eine weitere Ordensschwester außer haus gewesen sein, als die beiden älteren Ordensschwestern erstochen wurden. Bei ihrer Rückkehr waren Pulici und Raschietti bereits tot. Im Zuge der ersten Befragungen durch die Sicherheitskräfte haben die Ordensschwestern offenbar dennoch beschlossen, die Nacht im Kloster zu verbringen. Ein fataler Fehler.Während der Nachtstunden soll Schwester Bernadetta ihren Superior ein weiteres Mal angerufen und ihm erzählt haben, dass der Täter vermutlich noch im Kloster sei. Als der Priester und die Polizei das Kloster stürmten war es aber schon zu spät. Auch Schwester Bernadetta wurde erstochen.Die Ordnungskräfte haben einen Mann festgenommen. Nun ermitteln sie die Hintergründe der Bluttat. "Wieder einmal erleben wir das Opfer, die beschlossen haben, ihr Leben ganz jenen zu widmen, die in Afrika zu viel Leid erfahren", schreibt Italiens Außenministerin Federica Mogherini in einer Stellungnahme am Montag. Die Leichname der Schwestern sollen nach Italien überführt und in ihrer Heimat beigesetzt werden. stol/mtz