Montag, 18. Januar 2021

Italienische Polizei geht gegen fast 50 mutmaßliche Mafiosi vor

Die Polizei in Italien ist mit einer großangelegten Aktion gegen fast 50 mutmaßliche Mafiosi vorgegangen. Am frühen Montagmorgen hätten die Beamten in vielen Provinzen Süditaliens, aber auch im Norden Dutzende Verdächtige festgesetzt, teilten die Carabinieri in Reggio Calabria an der Stiefelspitze Italiens mit.

Die Ermittlungen liefen seit 2016.
Die Ermittlungen liefen seit 2016. - Foto: © shutterstock
Den Menschen wird demnach eine lange Liste von Straftaten vorgeworfen – etwa Drogenhandel, Mafia-Mitgliedschaft, Wahleinmischung, illegaler Waffenbesitz, versuchter Mord und Wucher.

Die Ermittlungen liefen seit 2016, unter anderem gegen den Pisano-Clan, auch bekannt als die „Teufel von Rosarno“. Dabei wurde ein Netzwerk des Drogenhandels der 'Ndrangheta aufgedeckt. Ans Licht kamen Verstrickungen mit anderen Mafia-Organisationen in Süditalien. Unter den Festgenommenen sei auch ein Bürgermeister, hieß es.

In der Stadt Lamezia Terme in Kalabrien hatte am vorigen Mittwoch einer der größten Mafia-Prozesse der vergangenen Jahrzehnte mit mehr als 300 Angeklagten begonnen. Die Banden der Organisation 'Ndrangheta gelten als besonders mächtig und brutal.

dpa

Schlagwörter: