Montag, 30. August 2021

Italienische Regionen setzen auf Speicheltests für Schüler

Im Hinblick auf die Wiederöffnung der Schulen rüsten sich einige Regionen in Italien auf die Einführung von Speicheltests, um stichprobenmäßig Schüler auf Coronavirus zu testen.

An den Schulen in Italien sollen wieder Speicheltests durchgeführt werden.
An den Schulen in Italien sollen wieder Speicheltests durchgeführt werden. - Foto: © Rosario Multari
Im Latium werden etwa 18.000 Speicheltests für die erste Tranche von Stichprobenkontrollen in Schulen zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind dies etwa 10 Prozent der Gesamtzahl der auf nationaler Ebene zurzeit verfügbaren Speicheltests.

Auch andere Regionen wie der Piemont denken an Speicheltests für Kinder. Die Tests werden alle 2 Wochen stichprobenartig wiederholt und betreffen Schüler der Volks- und Mittelschule. Die lokalen Gesundheitsbehörden nehmen Kontakt zu den für die Stichproben ausgewählten Schulen auf, um die Schüler zu ermitteln.

„Wir arbeiten mit den Regionen zusammen, damit die Speicheltests von den Eltern der Schulkinder zu Hause durchgeführt werden können“, erklärte die Chefin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Obersten Gesundheitsinstitut, Anna Teresa Palamara. „Wir hoffen, dass wir das System ab Beginn des Unterrichts schrittweise aktivieren können und dass es im Herbst und Winter, wenn Atemwegsviren am stärksten verbreitet sind, voll einsatzfähig ist“, sagte Palamara.
Für kostenlose Speicheltests sprach sich auch Lega-Chef Matteo Salvini aus. Dies sei der einfachste Weg, um die Bevölkerung zu testen und die Ausbreitung der Epidemie im Herbst unter Kontrolle zu halten.

Die Lega macht Druck auf Speicheltests auch angesichts der ab Mittwoch geltenden Pflicht zur Vorweisung des Grünen Passes an Bord von Hochgeschwindigkeitszügen, Fernbussen und einigen Fähren. Gegen diese Pflicht haben Impfgegner am Mittwoch bereits Protestaktionen in 54 Bahnhöfen angekündigt.

apa