Schwere Vorwürfe werden gegen sieben Gesellschaften, darunter den weltweiten Marktführer bei der Kabelherstellung Prysmian, sowie den zur staatlichen italienischen Finmeccanica zählenden Anlagenbauer Ansaldo Energia, erhoben. Sie sollen dem Ölgiganten Eni überhöhte Rechnungen für ihre Dienstleistungen vorgelegt haben. Damit sollen Schwarzgelder angesammelt worden sein, die Eni dazu nutzte, um im Ausland Politiker zu bestechen, behaupten die Ermittler nach Angaben der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“.Die sieben an der Börse notierten Gesellschaften sollen die Anhäufung von Schwarzgeldern unterstützt haben, um sich von Eni Aufträge zu sichern. Ins Visier der Ermittler sind vor allem die Prozeduren geraten, mit denen Eni die Lizenzen für die Nutzung von Ölfeldern im irakischen Zubair und in der kasachischen Ölregion Kasachstan erhalten haben.In Zubair beteiligte sich Eni einem Pool von Ölunternehmen, die einen Abkommen mit Iraks staatlicher Ölgesellschaft SOC (South Oil Company) abgeschlossen hat. Ziel ist, eine Produktion von 200.000 Barrel Öl pro Tag zu erreichen. In Kasachstan hat Eni 2007 ein Abkommen zur Nutzung von Ölfeldern in der Region Kashagan abgeschlossen. apa