Montag, 17. Februar 2020

Italiens Frächter enttäuscht über Treffen von De Micheli und Valean

Die italienischen Frächterverbände haben sich über die Ergebnisse des Treffens zwischen Italiens Verkehrs- und Infrastrukturministerin, Paola De Micheli, mit EU-Kommissarin Adina Valean am Freitag am Brenner enttäuscht gezeigt.

Italiens Frächter fordern die EU-Kommission zum Handeln auf, um das Problem der Nordtiroler Fahrverbote zu beheben.
Italiens Frächter fordern die EU-Kommission zum Handeln auf, um das Problem der Nordtiroler Fahrverbote zu beheben. - Foto: © d
Die italienische Regierung dürfe keine Zeit mehr verlieren. „Seit 30 Jahren sind wir Österreichs Geiseln“, protestierte der Frächterverband Conftrasporto.

„Italien und Deutschland leiden am stärksten unter den negativen Auswirkungen der Nordtiroler Fahrverbote, das Problem muss jedoch von der EU-Kommission in Angriff genommen werden“, hieß es in der Presseaussendung von Conftrasporto. Brüssel müsse dafür sorgen, dass das Prinzip des freien Warenverkehrs respektiert werde.

„Die österreichische Regierung will zu einem Betreiber der Straßenverkehrslogistik werden, genau wie das die Schweiz im Bahnbereich geworden ist. Der Unterschied ist, dass die Schweiz kein EU-Mitglied ist und Handelsabkommen mit der EU und einzelnen Ländern abschließen kann. Wenn Österreich die Vorteile der EU-Mitgliedschaft nutzen will, muss es die Regeln respektieren“, so der Verband.

Schon 1990 habe Österreich begonnen, den Lkw-Verkehr über den Brenner einzuschränken. Danach sei das Ökopunkte-System eingeführt worden, das mit dem Prinzip des freien Warenverkehrs nicht vereinbar war. Erst 2004 sei das Ökopunkte-System abgeschafft worden, so der Frächterverband.

apa