Samstag, 23. Mai 2020

Italiens Gesundheitsminister zeigt sich optimistisch

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza begrüßt die sinkenden Infektionszahlen in Italien.

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza begrüßt die sinkenden Infektionszahlen in Italien.
Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza begrüßt die sinkenden Infektionszahlen in Italien. - Foto: © ANSA / CHIGI PALACE PRESS OFFICE/FILIPP
„Die Infektionszahlen sind ermutigend und bezeugen, dass Italien gut auf die ersten Lockerungen am 4. Mai reagiert hat. Das Match ist jedoch noch nicht gewonnen und wir müssen weiterhin sehr umsichtig sein“, sagte der Minister.

Die Experten prüfen die Entwicklungen in den nächsten Wochen genau. Noch unklar ist, ob die höheren Temperaturen dank des Sommerwetters dieser Tage zu einer Abschwächung des Virus beitragen. „Infektionen der Atmungswege sinken im Sommer. Wir werden sehen, ob sich höhere Temperaturen im Kampf gegen das Covid-19 positiv auswirken“, sagte Gianni Rezza, Generaldirektor der Vorbeugungsabteilung des Gesundheitsministeriums in Rom.

101-Jährige von Covid-19 genesen

Eine 101-jährige Italienerin, die in einem Seniorenheim in der toskanischen Stadt Carrara lebt, ist von Covid-19 genesen. In dem Heim hatten sich mehrere Patienten angesteckt. Der Bürgermeister von Carrara, Francesco De Pasquale, gratulierte der Frau zur Genesung. In Italiens Seniorenheimen wurden tausende Infizierte gemeldet.

Italiens Oberstes Gesundheitsinstitut (ISS) meldete sinkende Covid-19-Infektionszahlen in ganz Italien. Dies betrifft auch die Lombardei, den Ausbreitungsherd von SARS-CoV-2. „In der Lombardei verzeichnen wir einen beträchtlichen Rückgang der Infektionsfälle“, sagte ISS-Präsident Silvio Brusaferro in Rom.

Reproduktionsfaktor in der Lombardei auf 0,51 gesunken

Der lombardische Präsident Attilio Fontana begrüßte, dass der Reproduktionsfaktor in seiner Region auf 0,51 gesunken sei. Damit sei die Risikogefahr in der Lombardei von „gemäßigt“ auf „niedrig“ gefallen.

Das Coronavirus sei jedoch nicht besiegt, daher müsse man sich noch streng an die Vorsichtsmaßnahmen halten, um die bisher von den Bürgern geleisteten Opfer nicht zunichtezumachen, sagte Fontana.

apa

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