Seit Jahresbeginn wurde ein Rückgang der Transaktionen von 19,6 Prozent im Immobilienbereich verzeichnet.Dabei handelt es sich um das schlechteste Ergebnis seit 2004. In den Jahren zwischen 2007 und 2011 war bereits ein Rückgang bei den Transaktionen von 31,2 Prozent gemeldet worden.Wer in Italien eine Wohnung verkaufen will, muss immer länger warten, um sie loszuwerden. 8,2 Monate musste man durchschnittlich im zweiten Quartal 2012 warten, um eine Wohnung zu verkaufen, im Vergleichsquartal 2011 waren es noch 7,2 Monate.Die Verkäufer müssen auch immer stärkere Preisnachlässe akzeptieren, um sich von ihren Immobilien trennen zu können. Besonders belastet von der Krise im Immobiliensektor waren die größeren italienischen Städte.IMU verschreckt Immobilien-InteressierteDie Schwierigkeiten auf dem Immobilienmarkt sind nicht nur der Krise, sondern unter anderem dem Beschluss der Regierung von Mario Monti zuzuschreiben, eine 2008 abgeschaffte Immobiliensteuer wieder einzuführen.Laut einer Studie des italienischen Wirtschaftsinstitutes Nomisma wird der Immobilienmarkt in den nächsten zwei Jahren weiterhin Schwierigkeiten haben. Dies sei auch den Schwierigkeiten der Italiener beim Zugang zu Bankenkrediten zuzuschreiben. Auch beim Bau auf neuen Immobilien ist mit einem Stillstand zu rechnen.Laut dem Industrieverband Confindustria könnte sich die Lage auf dem italienischen Immobilienmarkt normalisieren, wenn die Preise um weitere 7 Prozent sinken würde. Dies würde mehr Italiener zum Immobilienkauf anregen.In dieser schwierigen Situation bringt die Regierung Monti ihre massive Privatisierungspolitik ins Rollen. Immobilien, Grundstücke der öffentlichen Hand und rund 300 Kasernen, werden veräußert. Damit will der Staat jährlich 5 Mrd. Euro an Privatisierungserlösen kassieren. mit