Sonntag, 24. Januar 2016

Italiens Katholiken machen gegen Homo-Partnerschaften mobil

Nach dem bei landesweiten Kundgebungen am Samstag Tausende Menschen in 80 italienischen Städten für die Einführung eingetragener Partnerschaften demonstriert haben, wollen auch katholische Verbände auf die Straße gehen.

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Archivbild - Foto: © shutterstock

Sie rufen zu einer Großdemonstration in Rom zum Schutz der traditionellen Familie auf. Die katholischen Verbände wollen dadurch die derzeitige politische Debatte beeinflussen.

Bei dem am 30. Jänner geplanten „Familientag“ sollen Familien in Rom gegen den Gesetzentwurf protestieren, mit dem erstmals in Italien homo- und heterosexuelle Lebenspartnerschaften standesamtlich registriert werden können.

Dem Entwurf zufolge, der ab kommender Woche im Senat diskutiert wird, sollen Rechte und Pflichten gleichgeschlechtlicher Paare an jene heterosexueller Eheleute angeglichen werden – ohne das Siegel der Ehe.

Homosexuelle in eingetragenen Partnerschaften sollen den Namen des Partners übernehmen sowie dessen leibliche Kinder adoptieren können, wenn diese keinen weiteren anerkannten Elternteil haben. Im Todesfall soll es zudem eine Rente für den Witwer oder die Witwe geben.

Die sogenannte Stepchild Adoption, also die Möglichkeit eines der Partner, das Kind des anderen zu adoptieren, ist zurzeit in Italien besonders umstritten.

apa

stol