Freitag, 27. November 2020

Italiens Regierung von Track-App „Immuni“ enttäuscht

Die italienische Regierung ist über die Leistungen der Corona-Warn-App „Immuni“ enttäuscht. Zwar sei die App fast zehn Millionen Mal heruntergeladen worden, sie habe jedoch nicht die erhofften Resultate bei der Nachverfolgung von Infizierten erbracht. „Die Resultate entsprechen nicht unseren Erwartungen. Wir müssen nun nachvollziehen warum“, sagte Regierungskommissar Domenico Arcuri laut Medienangaben.

„Immuni“ wird bis zum 31. Dezember 2021 funktionieren, danach sollen alle persönlichen Daten gelöscht werden.
„Immuni“ wird bis zum 31. Dezember 2021 funktionieren, danach sollen alle persönlichen Daten gelöscht werden. - Foto: © ANSA / LUCA ZENNARO / ZEN
„Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die App ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie ist. Damit sie wirklich nützlich ist, muss sie aber nicht nur heruntergeladen, sondern aktiv genutzt werden“, sagte Arcuri.

Die App soll bald in der Lage sein, mit ähnlichen europäischen Plattformen in Kontakt zu treten. Damit soll der Datenaustausch im europäischen Rahmen im Kampf gegen die Epidemie gefördert werden. Außerdem soll ein Callcenter eingerichtet werden, um User im Umgang mit der App zu unterstützen, sagte der Regierungskommissar.

„Immuni“ wird bis zum 31. Dezember 2021 funktionieren, danach sollen alle persönlichen Daten gelöscht werden. Die App wurde vom Mailänder High-Tech-Unternehmen „Bending Spoons“ im Auftrag der Regierung in Rom entwickelt.

Dieter Fink, der technische Leiter bei Athesia, klärte bereits im Juni die wichtigsten Fragen zur „Immuni“-App.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

apa/stol

Alle Meldungen zu: