Auf seiner Sitzung am gestrigen Montag hat der Bozner Stadtrat eine Raumordnungsvereinbarung genehmigt. Am Donnerstag wird der Gemeinderat über die Bauleitplanänderung für die Ausweisung einer Wohnbauzone abstimmen; stimmt dieser zu, kann der Eigentümer, die Firma Habitat AG, sein Projekt einreichen. <BR /><BR />Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Tosolini-Areal sollen 66 neue Wohnungen entstehen, davon sind 40 für den geförderten Wohnbau reserviert, erklärt Vizebürgermeister und Urbanistikstadtrat Stephan Konder (SVP). <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1044354_image" /></div> <h3> Jahrzehnte langer Streit um Grundstück</h3><BR />Der Streit um das Grundstück reicht bis in das Jahr 2000 zurück, als der Stadtrat eine Enteignungsbindung für die Fläche an der Ecke der Similaun- und Ortlerstraße genehmigte. Ein Kinderspielplatz sollte entstehen, so der ursprüngliche Plan. Umgesetzt wurde dieser jedoch nie. <BR /><BR />Denn die Habitat AG der Unternehmerfamilie Tosolini reichte gegen den Beschluss Rekurs ein und schöpfte die juristischen Möglichkeiten bis vor den Staatsrat aus. Dieser gab dem Bauunternehmen schlussendlich Recht. „Das Gelände wurde dann von Amts wegen wieder in landwirtschaftliches Grün umgewidmet“, erklärt Konder, jetzt solle die Umwidmung in Mischzone folgen. <h3> Bauträger zu Gegenleistungen verpflichtet</h3><BR />Eine Enteignung des Grundstücks seitens der Stadt sei verworfen worden, man habe sich für Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer entschieden. Das Ergebnis ist die Raumordnungsvereinbarung, die gestern genehmigt wurde und die den Bauträger zu Gegenleistungen verpflichtet. <BR /><BR />So soll die Habitat AG auf eigene Kosten am Grundstück einen 2000 Quadratmeter großen Park anlegen, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Die verbleibenden 270 Quadratmeter sollen für die Erweiterung der Similaunstraße genutzt werden. 26 der 66 Wohnungen sind für den privaten Wohnbau vorgesehen und werden an Ansässige verkauft“, so Vizebürgermeister Stephan Konder. <BR /><BR /><BR /> Er sieht im Vorhaben „ein zukunftsweisendes Projekt in unserer Gemeinde. Durch die Errichtung einer modernen Wohnkubatur mit insgesamt 66 Einheiten, sowohl für den geförderten Wohnbau, als auch für Ansässige, soll sichergestellt werden, dass auch Menschen mit geringerem Einkommen Zugang zu Wohnraum erhalten und die Wohnsituation verbessert wird“, unterstrich der Urbanistikstadtrat gestern.