Mittwoch, 29. Mai 2019

Jägerinnen: Wenn das Gewehr in Frauenhand liegt

Seit 1. Mai ist die Jagdsaison in Südtirol wieder eröffnet. Darunter gehen auch immer mehr Frauen auf die Pirsch. Denn seit den 80er Jahren hat sich der Frauenanteil unter den Jägern verfünffacht.

Annemarie Obexer ist seit 3 Jahren als Jägerin aktiv. - Foto: STHeute
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Annemarie Obexer ist seit 3 Jahren als Jägerin aktiv. - Foto: STHeute

Annemarie Obexer aus Seis war eigentlich Vegetarierin. Niemals hätte sie sich also gedacht, einmal mit einem Gewehr nach Wild Ausschau zu halten. Ein bisschen nach dem Fleisch habe sich jedoch schon gesehnt und habe es als vertretbar empfunden, nur selbst erlegtes Fleisch zu verzehren, erklärt sie im Beitrag der Sendung „Südtirol Heute“. Somit ist sie seit 3 Jahren als Jägerin aktiv.

Dabei ist die Jägerprüfung in Südtirol äußerst anspruchsvoll: Sie besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und einem praktischen Teil. Rund 6000 Jäger sind in Südtirol eingetragen – darunter 350 Frauen.

Die Anzahl der Jägerinnen hat sich in den vergangenen 30 bis 40 Jahren verfünffacht – von einen auf 6 Prozent.

Annemarie Obexer liebt den Ausgleich in der freien Natur nach 8 Stunden am Tag vor dem Computer und glaubt, dass Frauen auch durchaus frischen Wind in die Männerdomäne bringen können.

stol

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