Samstag, 11. März 2017

Japan gedenkt der Opfer der Tsunami-Katastrophe von 2011

Japan gedenkt der Opfer der von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami- und Atomkatastrophe vor sechs Jahren. Bewohner der von der Flutwelle überschwemmten Region Tohoku im Nordosten des Inselstaates beteten am Samstag für die rund 18.500 Todesopfer. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu Kernschmelzen gekommen. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Atomruine zurückgebaut ist.

In Japan hielt man eine Schweigeminute in Gedenken der Opfer ab.
In Japan hielt man eine Schweigeminute in Gedenken der Opfer ab. - Foto: © APA/AFP

Für 14.46 Uhr Ortszeit (6.46 Uhr MEZ) – der Zeitpunkt, an dem am 11. März 2011 das Beben die Region erschütterte – ist eine Schweigeminute geplant. In Tokio hält die Regierung ein Gedenken für die Opfer ab.

Mehr als 120.000 Menschen, die wegen der Dreifach-Katastrophe damals fliehen mussten, leben noch immer entwurzelt. Viele hausen in containerähnlichen Behelfsgebäuden. Mehr als 3.500 Betroffene sind in Folge seelischer und physischer Erkrankungen gestorben oder haben sich das Leben genommen. Zudem werden immer wieder Kinder aus Fukushima, die von dort geflohen sind, Opfer von Schikanierungen.

apa/dpa

stol