Freitag, 07. Dezember 2018

Jedes Jahr 1,35 Millionen Verkehrstote weltweit

Jedes Jahr sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1,35 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen. Gut ein Viertel aller Opfer seien Fußgänger und Fahrradfahrer, berichtete die WHO am Freitag in Genf. „Das ist ein inakzeptabler Preis, den wir für die Mobilität zahlen“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren, bräuchte es strengere Kontrollen auch in ärmeren Ländern.
Um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren, bräuchte es strengere Kontrollen auch in ärmeren Ländern. - Foto: © shutterstock

Wie Verkehrsunfälle vermieden werden könnten, sei klar. Mehr Regierungen müssten die Maßnahmen aber umsetzen: Zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen, Gurt- und Helmzwang, sichere Bürgersteige und Wege für Zweiradfahrer, ein Alkoholverbot am Steuer, Sicherheitsstandards für Autos und effektive Kontrollen.

Dramatisch ist die Lage nach WHO-Angaben in den ärmsten Ländern. In Europa kämen pro 100.000 Einwohnern statistisch gesehen im Jahr 9,3 bei Verkehrsunfällen um. In Afrika seien es 26,6.

In nur drei Jahren sei die Zahl der Verkehrstoten um rund 100.000 angestiegen, heißt es im Bericht der WHO, der auf Daten aus dem Jahr 2016 basiert. Im vorherigen Bericht, der sich auf Daten aus dem Jahr 2013 stützte, war die Zahl der Toten auf 1,25 Millionen pro Jahr geschätzt worden. Bedenke man aber den Bevölkerungszuwachs, habe sich die Rate allerdings stabilisiert.

Mehr als 100 Länder mit zusammen 5,3 Milliarden Einwohnern hätten eine Gurtpflicht, aber nur 44 Länder mit 2,3 Milliarden Einwohnern hätten effektive Gesetze gegen Alkohol am Steuer. Kindersitze seien nur in 33 Ländern mit 652 Millionen Einwohnern vorgeschrieben, kritisierte die WHO.

dpa

stol