Zwei Kabinen mit je 45 Plätzen verkehren im Zehn-Minuten-Takt bei einer Geschwindigkeit von bis zu zwölf Metern pro Sekunde. Die Förderleistung liegt – je nach Betriebsweise – zwischen 270 und 350 Personen pro Stunde. Durch eine leichte Anpassung der Trasse im oberen Abschnitt kann auf die ursprünglich geplante Mittelstation verzichtet werden. Zudem wird die Talstation um rund vier Meter in Richtung Straße verschoben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1286979_image" /></div> <BR /><BR />Technisch setzt das Projekt einen Meilenstein: Erstmals weltweit wird eine Pendelbahn mit Direktantrieb ausgestattet. Der aus kuppelbaren Anlagen und Standseilbahnen bekannte Antrieb wird als Brückenantrieb umgesetzt – vollständig ohne Getriebe, was die Systemverfügbarkeit erhöht. Zusätzlich werden Verschleiß, Wartungsaufwand und Energieverbrauch reduziert. „Vor allem aber sinken die Schallemissionen deutlich, da getriebebedingte Geräusche entfallen“, heißt es in einer Aussendung der Firma Leitner. <BR /><BR />Zudem wird der Antriebsraum mit schallabsorbierenden Paneelen ausgeführt, um Emissionen weiter zu minimieren – gerade angesichts der Wohnhäuser im Umfeld. Für hohe Betriebssicherheit sorgt ein integriertes Bergesystem. Im Fall eines Ausfalls des Hauptantriebs stehen zwei voneinander unabhängige Notantriebssysteme zur Verfügung.<BR /><BR />Auch bei den Kabinen setzt das Projekt neue Akzente. Geplant sind Panoramakabinen mit über 80 Prozent Verglasungsanteil in neuem Design. Die Transparenz kann angepasst werden. Beim Überfahren von Wohngebieten wird die Verglasung automatisch undurchsichtig. Die Kabinen können vom reinen Personentransport auf kombinierte Nutzung – etwa mit Fahrrädern – angepasst werden.<BR /><BR />Auch das Laufwerk folgt einem innovativen Ansatz: Die Hauptkomponenten werden aus dem Vollen gefräst, wodurch sicherheitsrelevante Schweißnähte vermieden werden. Erstmals bei einer Pendelbahn kommen zudem Laufwerkrollen mit integriertem Generator zum Einsatz. <BR /><BR />So bekommt Jenesien eine leistungsfähige, technisch richtungsweisende Verbindung mit Bozen. Jetzt wird das Ausführungsprojekt erstellt, geplanter Baubeginn ist in der zweiten Jahreshälfte. 2027 soll die Bahn in Betrieb gehen.