Kurz nach 21 Uhr entdeckte der Bauer das Feuer, allerdings brannte da der Stadel bereits lichterloh. Sofort setzte er den Alarm. Zusammen mit einem Bekannten begann er, landwirtschaftliches Gerät sowie die Tiere – Kühe und Schweine – aus dem Stadel in Sicherheit zu bringen. Das Feuer wurde als Großbrand eingestuft und daher gleich fünf Feuerwehren alarmiert: Die Freiwilligen Feuerwehren von Jenesien, Glaning, Flaas und Afing sowie eine Mannschaft der Bozner Berufsfeuerwehr rückten aus. Gemeinsam galt es zuerst eine Löschwasserleitung zu legen.Den rund 100 Mann gelang es, das sehr nahe stehende Wohnhaus der Familie – drei Generationen leben im Durcherhof – mittels einer „Wassermauer“ aus mehreren Löschstrahlern abzuschotten und soein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Der Stadel allerdings konnte nicht mehr gerettet werden und brannte komplett nieder. Verletzt wurde niemand. Die Einsatzleitung vor Ort hatte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Jenesien, Oswald Stanger. Im Einsatz war auch das Weiße Kreuz Bozen. Morgen Früh werden Experten der Bozner Berufsfeuerwehr zusammen mit den Carabinieri von Jenesien einen Lokalaugenschein vornehmen, um die Brandursache, die bislang noch unklar ist, zu klären. Der Stadel des Durcherhofes in Oberglaning ist nach dem Stadelbrand am Oberstaugerhof in Schenna sowie dem Feuer bei der Tallneralm im Hirzergebiet bereits der dritte Brand seit Mittwochnacht.Brandstiftung kann - wie schon beim Stadelbrand am in Schenna - nicht ausgeschlossen werden. Ein Sachverständiger der Bozner Berufsfeuerwehr wird deshalb am Samstagnachmittag zusammen mit den Carabineri zum Durcherhof fahren, um die Brandursache festuzstellen.ih/rb