Montag, 06. April 2020

Die Schulen bleiben wohl zu – Neustart im Herbst

Was man schon länger vermutet hatte, wird wohl am Montag mit einem entsprechenden Dekret von Unterrichtsministerin Lucia Azzolina besiegelt werden. Die Schulen, Universitäten, Kindergärten und Kitas bleiben höchstwahrscheinlich für das restliche Schuljahr 2019/2020 zu. Die Vorbereitungen für einen Neustart im Herbst laufen auf Hochtouren.

Ein Neustart des Unterrichts in den Klassenräumen wird es erst im Herbst geben.
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Ein Neustart des Unterrichts in den Klassenräumen wird es erst im Herbst geben. - Foto: © shutterstock
Dieses außergewöhnliche Schuljahr werde mittels Online-Teaching und Online-Learning fortgesetzt und beendet, so Azzolina. Dies sei für alle Schulen verpflichtend und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu garantieren.

Ausgesetzt werden soll der Fernunterricht für die Osterfeiertage vom 9. bis inklusive 14. April.



Wie das Schulwesen mit der Corona-Situation umgeht und wie es weitergehen soll, darüber berichten Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Landesräte für deutsche, italienische und ladinische Bildung Philipp Achammer, Giuliano Vettorato und Daniel Alfreider in der „virtuellen Landesmedienkonferenz“ am Montag um 16.30 Uhr im Pressesaal im Landhaus 1 in Bozen.


Neustart im Herbst

Die Vorbereitungen für einen Neustart des Unterrichts in den Schulen im September laufen auf Hochtouren. Sollte auch im Herbst weiterhin Epidemiegefahr bestehen, müssten Maßnahmen zur Distanzierung der Schüler in den Schulklassen ergriffen werden.

Alle sollen in die nächste Klasse versetztwerden

Alle Schüler werden heuer wohl angesichts des Coronavirus-Notstands automatisch in die nächste Klasse zugelassen. Dies sieht ein Erlass vor, das vom Ministerrat diese Woche verabschiedet werden sollte und sich mit dem Ende des laufenden Schuljahres befasst.

Auch Schüler, die in den vergangenen Monaten schlechte Noten hatten, dürften angesichts der Lage in die höhere Schulklasse versetzt werden. Für sie könnten zu Beginn des nächsten Schuljahres am 1. September zusätzliche Unterrichtsstunden organisiert werden. Dadurch könnte sich der Schulbeginn im September leicht verzögern, heißt es im Entwurf der Verordnung.

2 Milliarden Euro für die Infrastruktur

Matteo Renzi, Chef der von ihm gegründeten Partei Italia Viva, stellte indes 2 Milliarden Euro in Aussicht, um Italiens Schulgebäude auf Vordermann zu bringen, damit die Schüler im Herbst in angenehmer Atmosphäre in die Schule zurückkehren können.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

apa/vs

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