Donnerstag, 21. November 2019

Jetzt sind Dopingfahnder unter Zugzwang

Die Weltantidopingbehörde WADA und der Weltleichtathletikverband IAAF kommen im Fall Schwazer unter Zugzwang. Während der italienische Leichtathletikverband FIDAL 57 Athleten namhaft gemacht hat, die für Vergleichstests zur Verfügung stehen, zeigen die beiden Weltverbände bislang keine Reaktion.

Der Krimi um die 2016 positiv getestete Dopingprobe von Alex Schwazer geht weiter. Der Richter will jetzt Erklärungen von den  Dopingfahndern der WADA.
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Der Krimi um die 2016 positiv getestete Dopingprobe von Alex Schwazer geht weiter. Der Richter will jetzt Erklärungen von den Dopingfahndern der WADA. - Foto: © DLife/Fiorentino

Urinproben von 50 Spitzensportlern, die in Vergangenheit des Dopings mit Testosteron überführt worden sind, soll die WADA herausrücken. So hatte es Richter Walter Pelino in seiner letzten Anordnung verfügt.

Diese ging vor einem Monat an die Weltantidopingagentur. Seither herrscht von dieser Seite Schweigen. Das Ansinnen des Richters: Die Ermittler im Labor der Carabinieri-Sondereinheit RIS in Parma sollen an diesen Proben die DNA-Konzentration messen, um diese dann mit jener Probe zu vergleichen, die von Alex Schwazer am 1. Jänner 2016 in Kalch genommen wurde.

Bekanntlich haben die Dopingfahnder den Geher anhand dieser Urinprobe positiv auf synthetisches Testosteron getestet. Schwazer wurde 4 Wochen vor den Olympischen Spielen von Rio gesperrt und wegen Dopings angeklagt.

stol