„Seit zwei Jahrzehnten hören wir nur Ausreden“, sagt Walther Andreaus, der Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Robin: „Der Kalterer See gehört uns allen – und dennoch bleibt er für die meisten verschlossen. Die Verantwortlichen spielen weiter auf Zeit, anstatt endlich zu handeln.“ <BR /><BR />Zwei Jahre nach dem Start der Petition für einen freien Zugang zum Kalterer See ziehen die Initiatoren vom Verbraucherschutzverein Robin eine ernüchternde Bilanz: Über 7.300 Menschen haben die Forderung bislang unterschrieben. „Doch die Verantwortlichen in Land und Gemeinde Kaltern zeigen weiterhin keine Bereitschaft, konkrete Schritte zu setzen. Ein öffentliches Gut bleibt der Bevölkerung verwehrt – entgegen aller demokratischen Grundsätze und entgegen dem klaren Willen der Bürger“, heißt es seitens des Verbraucherschutzvereins Robin.<h3> „Wir hören nur Ausreden“</h3>„Seit zwei Jahrzehnten hören wir nur Ausreden. Die Verantwortlichen spielen weiter auf Zeit, anstatt endlich zu handeln,“ sagt Walther Andreaus.<BR /><BR /> Auch jüngst wurde deutlich, dass eine offene Debatte über den Seezugang offenbar nicht erwünscht sei, so der Verbraucherschutzverein Robin: „Bei einem Informationsabend, der von engagierten Bürgern initiiert wurde, habe sich die Gemeinde Kaltern erneut quer gestellt und versucht, die Veranstaltung in lokalen Räumlichkeiten zu behindern.“<BR /><BR />„Das zeigt einmal mehr den mangelnden Willen, Transparenz und Bürgerbeteiligung zuzulassen“, so Andreaus: „Wer sich gegen Diskussion sperrt, hat offenbar Angst vor Argumenten.“<BR /><BR />Der Verbraucherschutzverein Robin bereitet derzeit eine Klage vor dem Verwaltungsgericht vor. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran – die Unterlagen sind auf der Zielgeraden“, so Andreaus: „Da die Politik weiter blockiert, werden wir das Recht auf Zugang gerichtlich einfordern. Es geht um ein Grundprinzip: Öffentliche Güter dürfen nicht privaten oder wirtschaftlichen Interessen geopfert werden,“ sagt Walther Andreaus.