Montag, 10. Februar 2020

Jihadisten töteten mindestens 30 Zivilisten in Nigeria

Im Nordosten Nigerias haben Jihadisten mindestens 30 Menschen getötet.Zudem wurden 3 Busse mit zahlreichen Frauen und Kindern an Bord entführt.

Jihadisten hinterließen ein Bild der Verwüstung.
Jihadisten hinterließen ein Bild der Verwüstung. - Foto: © APA/afp / JALAA MAREY
Die Angreifer attackierten am Sonntagabend Dutzende Fahrzeuge in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, wie ein Sprecher der Regionalregierung am Montag mitteilte. Demnach wurden 18 Fahrzeuge in Brand gesteckt und 3 Busse entführt.


Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. In dem Gebiet ist die Miliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) aktiv, die sich von Boko Haram abgespalten hat.


Am Montag zählten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Dutzende abgebrannte Lastwagen, Busse und Autos entlang der Straße. Ein Angehöriger einer Miliz, die mit der Armee gegen die Jihadisten kämpft, sprach von rund 30 verbrannten Lastwagen.

„Viele Lkw-Fahrer und ihre Assistenten sind tot, im Schlaf bei lebendigem Leibe verbrannt“, sagte er. Wie viele Menschen in den entführten Bussen saßen, sei noch unklar.


In den vergangenen Monaten wurde die Straße zwischen Maiduguri und der Stadt Damaturu im benachbarten Bundesstaat Yobe immer wieder von Kämpfern der Iswap angegriffen. Die Straße ist lebenswichtig für die Versorgung der mehrere Millionen Einwohner zählenden Stadt Maiduguri.


Durch die Kämpfe der Jihadisten mit den nigerianischen Sicherheitskräften wurden seit dem Jahr 2009 rund 35.000 Menschen getötet, 2 Millionen Menschen ergriffen die Flucht.

apa/afp