Ein kreativer Kopf mit tiefgründigen Gedanken: Das ist Johanna Jörg, die sich zusammen mit ihrem Team zum Ziel gesetzt hat, die Menschen zu motivieren, offen zu kommunizieren und ihre Gefühle und Gedanken auszusprechen. <BR /><BR />Dabei begann alles ganz unscheinbar mit einem Vogel. „Mein Mitbewohner in Portugal hat einen Vogel auf unserem Balkon gesehen und angemerkt, dass er vermutlich verletzt sei“, erzählte die 26-Jährige bei einem Interview. Sie fütterten den Vogel, der es sich nach Tagen auf ihrem Balkon gemütlich gemacht hatte und fuhren dann mit ihm zum Tierarzt. „Die Ärztin pustete den Vogel an und ein paar Federn flatterten, dann warf sie ihn in die Luft und er flog. Ihm hatte nichts gefehlt.“ <h3> Eine erste Idee</h3>Nach diesem Erlebnis fragte sich Jörg, welche Gedanken dem Vogel wohl durch den Kopf gingen. So entstand ihr Erstlingswerk „Die Vogelperspektive. Oder: Warum manchmal Kacke vom Himmel fällt“, das im November veröffentlicht wurde. In dem interaktiven Buch ist ein Vogel der Protagonist, der auf humorvolle Art seine Gedanken teilt und Kritik übt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1116159_image" /></div> <BR /><BR />Er widmet sich gesellschaftlichen Themen und Erwartungen, der Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen und auch Themen wie die Frau und die Menstruation. „Das ist auch heute noch eher ein Tabu-Thema“, sagte Jörg zu Letzterem und sei eines, das zu wenig Aufmerksamkeit erfahre. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1116162_image" /></div> <BR /><BR />Der Vogel stellt die Strukturen der westlichen Gesellschaft in Frage, beispielsweise, weshalb Ältere in ein Altersheim und Kinder in den Kindergarten kommen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1116165_image" /></div> <BR /><BR />Dabei sind die Gedanken des Vogels nicht bloß Jörgs Gedankengängen entsprungen, sondern in Gesprächen mit Mitmenschen entstanden. Die eigenen Gedanken und Gefühle ausdrücken (können) – dazu wollte Jörg ermutigen. „Vielen fehlt aber allein schon das Vokabular“, erkannte Jörg und möchte den Menschen helfen, dies zu ändern. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1116168_image" /></div> <BR />Jörg kreierte eine Webseite (https://bird-spective.com/), um die offene Kommunikation der eigenen Gefühle zu stärken, unter anderem mit einem Blog. Jetzt verfolgt ihr Team, das sind Jörg, der Programmierer Dominik Schwarz und die Psychologin Hannah Tschenett, dieses Ziel weiter mit einer App. <BR /><BR />Nach vielen Bemühungen erhielt das Projekt eine Förderung der Gesellschaft Austria Wirtschaftsservice. Im Rahmen dessen arbeitet das Team weiter und wird unterstützt.