Gelmi besuchte das Humanistische Gymnasium am Vinzentinum in Brixen und studierte anschließend Philosophie und Theologie am Priesterseminar. 1961 wurde er zum Priester geweiht und war danach als Kooperator in Cortina d’Ampezzo und Bozen tätig.<BR /><BR />Nach Studien der Kirchengeschichte an der Päpstlichen Universität Gregoriana sowie der Geschichte an der Staatlichen Universität in Rom widmete er sich verstärkt der Wissenschaft. <h3> Gelmi galt als einer der profiliertesten Experten für die Kirchengeschichte Tirols</h3>Ab 1973 lehrte er als Professor für Kirchen- und Diözesangeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen. Darüber hinaus übernahm er Lehrtätigkeiten an der Universität Innsbruck. Später stand er zudem dem Diözesanmuseum in der Brixner Hofburg als Präsident vor.<BR /><BR />Gelmi galt als einer der profiliertesten Experten für die Kirchengeschichte Tirols. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte der Kirche in Südtirol und zur Diözese Bozen-Brixen und wirkte an bedeutenden theologischen Nachschlagewerken mit.<BR /><BR />Auch nach seiner Emeritierung beteiligte sich Gelmi an kirchlichen Debatten. So sprach er sich 2017 unter anderem für die Abschaffung des Pflichtzölibats und für die Diakonweihe von Frauen aus.<BR /><BR />Mit Josef Gelmi verliert Südtirol einen prägenden Kirchenhistoriker und langjährigen Wissenschaftler, der die Erforschung der regionalen Kirchengeschichte über Jahrzehnte wesentlich mitgestaltet hat.<h3> Begräbnisgottesdienst am Freitag</h3>Der Begräbnisgottesdienst für Josef Gelmi wird am Freitag, 7. August 2026, um 17 Uhr im Brixner Dom gefeiert. Dem Gottesdienst steht Bischof Ivo Muser vor. Anschließend erfolgt die Beisetzung in der Arkade des Priesterseminars auf dem Brixner Friedhof. Josef Gelmi wird zuvor im Priesterseminar Brixen aufgebahrt.