Die Barge ist eine Art transportables Schwimmbecken, in dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Darauf soll der Wal nun auf einer mehrtägigen Reise Richtung Nordsee transportiert werden.<h3> Überraschende Bewegung Richtung Barge</h3>Nachdem die Bergungsaktion lange schleppend verlief und mehr als ein Dutzend Helfer an den Gurten zerrten, die dem rund zwölf Tonnen schweren Tier zuvor umgelegt worden waren, ging auf einmal alles ganz schnell und das Tier bewegte sich zügig in Richtung des Kahns.<BR /><BR /> <video-jw video-id="PZk7pCrn"></video-jw> <BR /><BR />In der sogenannten Barge soll der Meeressäuger, der seit rund vier Wochen in einer flachen Bucht vor der Insel Poel lag, in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee transportiert werden.<h3> Minister Backhaus dankt Helfern des Buckelwals</h3>Wismar dpa Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat allen Beteiligten der Bergung des vor Poel gestrandeten Wals gratuliert. „Viele Menschen haben hier vor Poel in den letzten Tagen und Wochen mit viel Herzblut und unter persönlichen Opfern mitgewirkt, um dem Wal zu helfen“, sagte der SPD-Politiker. Das könne gar nicht hoch genug bewerten werden.<BR /><h3> Backhaus sieht Fall für die Geschichtsbücher</h3>Die Männer und Frauen der DLRG hätten ihren Urlaub geopfert, um die Arbeiten auf und im Wasser abzusichern, sagte Backhaus. Hinzu komme die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf und die Polizei. Besonders dankte er auch der privaten Initiative zur Rettung des Wals. „Dies war eine Gemeinschaftsleistung, die sicher in die Geschichte des Landes eingehen wird.“<BR /><BR />Kritisch zeigte er sich über die sozialen Medien. „Fakenews, Schmähungen, Drohungen bis hin zur Androhung von Gewalt – von allem war etwas dabei.“ Es sei bedauerlich, dass die Vernünftigen, die es ja im Internet auch gebe, so wenig laut seien.<BR /><BR />Ein entscheidender Teil der Aktion steht jedoch noch bevor: Der Wal soll nun in einem mehrtägigen Transport gen Nordsee gefahren werden. <h3> Fachleute warnen</h3>Fachleute warnen vor der Stressbelastung für das eingepferchte Tier: Das Deutsche Meeresmuseum teilte mit, das Tier sollte vielmehr größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden. „Von weiteren Manipulationen am Wal“ sei abzusehen.<BR /><BR /> „Der Allgemeinzustand des Wales hat sich weiter verschlechtert“ und die Erfolgsaussichten einer Lebendbergung seien sehr gering. Sie „ist zudem mit enormen Verletzungsrisiken für den Wal verbunden“, erklärten die Forscher und verwiesen auf ähnliche Einschätzungen etwa der International Whaling Commission und British Divers Marine Life Rescue.