Jetzt kann es losgehen in Stilfs!! Geldmittel in Höhe von 20 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um das Dorf fit für die Zukunft zu machen. Am Geld mangelt es also nicht und Ideen gibt es auch schon zuhauf.<BR /><BR /><BR /><BR />Es könnte eine Art von Lotteriegewinn für die Gemeinde Stilfs bzw. die Bewohner der gleichnamigen Ortschaft werden: sie kommen voraussichtlich in den Genuss von bis zu 20 Millionen Euro aus EU-Wiederaufbautöpfen. Es handelt sich um den Nach-Corona-Fonds PNRR für historisch gewachsene Orte.<BR /><BR />Die Stilfser haben eine ganze Reihe von Projekten zu einem Paket zusammengefasst, welches die Entwicklung von Stilfs zum Ziel hat.<h3> Am Berg war man immer schon „resilient“</h3> Es nennt sich „Stelvio-Raccontare la resilienza“, womit der Umstand gemeint ist, dass die Bewohner am Berg seit Jahrhunderten mehr Widerstandskraft und Flexibilität an den Tag legen mussten als Bewohner von vergleichsweise begünstigten Gegenden im Tal.<BR /><BR />Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben auf Initiativen zurückgegriffen, die seit langem in den Köpfen herumschwirrten, für die es aber bislang keine Finanzierung gab. Beispiele sind ein Mobilitätszentrum für die Ortschaft Stilfs, die Schaffung von günstigem Wohnraum, der Bau von Garagen, ein Bewässerungsprojekt oder die Versetzung der unschönen und leidigen Stromleitung, die direkt am Dorf vorbei verläuft und schon lange ein Dorn im Stilfser Auge ist. <h3> Viele Ideen, bislang aber kein Geld</h3>Eine Arbeitsgruppe hatte die Vorschläge gesammelt und zusammengefasst, es sind Ideen für Jung und Alt darin vorgesehen. Dieses Paket haben die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Franz Heinisch und seinem Vize Armin Angerer sowie Ratsmitglied Roland Angerer dann Richtung Bozen geschickt, wo es gemeinsam mit Projekten anderer Gemeinden bewertet wurde.<BR /><BR />Und nun kam die frohe Botschaft aus Bozen: Die Landesregierung hat das Stilfser Projekt an die erste Position der PNRR-Rangliste gehievt. Stilfs erfülle das Kriterium der Abwanderung mit gerade noch 421 Bewohnern, einer prekären Nahversorgung und weiteren Punkten mehr, wird in der Begründung festgestellt. Es habe mehrere Projekte gegeben, z. B. die Aufwertung am Grauner Turmareal. Dieses kommt nun nicht zum Zug, daher dürfte im Oberland wieder das ohnehin vorgesehene PPP-Modell greifen, um das Projekt umzusetzen.<h3> Jetzt fehlt nur noch das letzte O.K.</h3>Der Stilfser Bürgermeister Franz Heinisch ist jedenfalls glücklich. Man könne das Geld sehr gut gebrauchen, fasste er die Stimmungslage in der Ortschaft Stilfs schon mehrfach zusammen und so hofft er nun, dass auch in Rom positiv über das Projekt befunden wird.