Donnerstag, 02. Februar 2017

Jugendliche randalieren im Tunnel Rafenstein

Zwei Jugendliche haben am 29. Jänner im Tunnel Rafenstein im Sarntal Alarm ausgelöst und Schäden angerichtet. Nun wurde den Ordnungskräften das Überwachungsvideo übergeben.

Jugendliche haben im Tunnel Rafenstein im Sarntal Brandalarm ausgelöst.
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Jugendliche haben im Tunnel Rafenstein im Sarntal Brandalarm ausgelöst. - Foto: © LPA

Es war 1:49 Uhr am Sonntagmorgen, 29. Jänner, als in der Landesnotrufzentrale ein Brandalarm vom Tunnel Rafenstein einging. Der Tunnel ist der erste der beiden neuen Tunnel ins Sarntal.

Die Berufsfeuerwehr Bozen sowie die Freiwilligen Feuerwehren von Astfeld, Wangen, Sarnthein, die Bezirkszentrale Bozen sowie die Carabinieri wurden alarmiert, außerdem wurde automatisch der Straßendienst sowie der Verantwortliche für die Sicherheit und Instandhaltung des Tunnels in Kenntnis gesetzt.

Alle diese Einsatzkräfte waren umgehend vor Ort, nur um dort festzustellen, dass es im Tunnel gar keinen Brand gab.

Zwei Jugendliche waren eingebrochen

Die Überwachungsvideos, die aus Sicherheitsgründen in jedem Tunnel Südtirols aufgezeichnet werden, zeigten schließlich, was vorgefallen war: Zwei Jugendliche haben sich am Ausgang des Fluchtwegs nahe der Sil in Bozen am fast 3 Meter hohen Tor zu schaffen gemacht, es mit einem Eisenteil aufgebrochen und leicht beschädigt.

Anschließend sind die beiden Jugendlichen, die auf den Videos klar erkennbar sind, durch den Fluchtweg des Tunnels in den Filter gelangt. Dieser Überdruckfilter trennt den Tunnel vom Fluchtweg, falls es im Tunnel brennt.

Dort haben die Jugendlichen das Safecrash-Glas der SOS-Notrufeinrichtung eingeschlagen und die beiden Feuerlöscher entnommen und entleert. Was die beiden nicht wussten: Bereits mit dem Entnehmen des Feuerlöschers startet automatisch der Brandalarm.

An den Sicherheitsvorrichtungen im Tunnel Rafenstein richteten die Jugendlichen Sachschäden an. - Foto: LPA

Neben dem Sachschaden, den die Jugendlichen an den nagelneuen technischen Anlagen angerichtet haben, wurden vier Feuerwehreinheiten, die Carabinieri und Techniker um 2 Uhr früh unnötig zu einem Einsatz gerufen.

Anzeige auf Unbekannt

Wie es vom Straßendienst des Landes heißt, wurde der Sachschaden am öffentlichen Gut sowie jener für den umsonst durchgeführten Einsatz noch nicht genau beziffert, aber wird sicherlich relevant.

Bei der Bozner Quästur wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Das vorhandene Videomaterial wurde der Quästur übergeben. Der Straßendienst verweist darauf, dass alle Tunnels auf den Südtiroler Verkehrswegen aus Sicherheitsgründen mit Überwachungskameras ausgestattet sind und das entsprechende Bildmaterial in Fällen wie diesen an die Ordnungskräfte weitergeleitet wird.

lpa/stol

stol