Sonntag, 24. Juli 2016

Jugendliche spielen Amoklauf mit Spielzeugwaffen nach

Nur einen Tag nach dem Münchner Amoklauf haben drei Jugendliche in Königsbrunn bei Augsburg mit Spielzeugwaffen die Bluttat nachgestellt. Herbeigerufene Polizisten konnten Spiel von Ernst nicht sofort unterscheiden.

Softair-Pistolen sind schwer zu unterscheiden von herkömmlichen Waffen.
Softair-Pistolen sind schwer zu unterscheiden von herkömmlichen Waffen. - Foto: © STOL

Eine makabre Freizeitbeschäftigung haben sich drei Jugendliche in Königsbrunn (Landkreis Augsburg) gesucht: Sie spielten einen Tag nach dem Münchner Amoklauf mit Spielzeugwaffen die Bluttat nach; herbeigerufene Polizisten konnten Spiel von Ernst nicht sofort unterscheiden. Die „Augsburger Allgemeine“ hatte zuerst über den Fall berichtet.

Laut Polizeiangaben vom Sonntag hatten sich zwei 16- und ein 17-Jähriger am Samstag in einem Spielzeugladen mehrere Softairpistolen gekauft. Dunkel gekleidet taten sie vor dem Geschäft so, als würden sie schießen, und riefen: „Jetzt machen wir mal einen Amoklauf“.

Die von einer Verkäuferin gerufene Polizei fand die Buben, als sie sich gegenseitig die Waffen an den Kopf hielten. Das Problem für die Beamten: Sie konnten zunächst nicht erkennen, ob die Schusswaffen echt waren.

Die Jugendlichen mussten die Spielzeugwaffen abgeben und mit auf die Wache kommen, wo sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

apa/dpa

stol