Wie die Frau sagt, sei sie am Mittwoch mit ihren kleinen Kindern untertags auf einem Weg bei Schlanders unterwegs gewesen, der von vielen als Spazierweg genutzt wird. <BR /><BR />Im Bereich einer Kreuzung habe sich ein Mann aufgehalten, der sich auffällig verhalten habe – er habe vielleicht unter Drogen gestanden. Die junge Mutter wollte schnell an dem Fremden vorbeigehen, als er sie plötzlich mit einer Hand packte. Mit der anderen Hand habe er den Kinderwagen festgehalten und daran gerüttelt. Er habe mit ihr gesprochen, sie habe ihn jedoch nicht verstanden. <BR /><BR />Die junge Mutter hatte Angst und war in Panik geraten, wie sie den „Dolomiten“ sagte. „Ich hatte Angst um mich und um meine Kinder“. Sie habe sich befreien wollen, der Mann habe sie aber nicht losgelassen. Schließlich habe sie laut um Hilfe gerufen, zum Glück seien dann Passanten auf die Situation aufmerksam geworden, der Fremde habe dann von ihr abgelassen. Sie sei nach Hause geeilt und habe auch ihren Mann angerufen, dieser dann die Carabinieri.<h3> Muss man in Schlanders Angst haben?</h3>Es sei zum Glück nicht noch Schlimmeres passiert, sagen die Frau und ihr Mann. Allerdings sei es tragisch, dass man in Schlanders nicht mehr am helllichten Tag spazieren gehen könne, ohne Angst haben zu müssen. Gleichzeitig loben sie die Arbeit der Carabinieri. Diese hätten schnell reagiert und über Stunden nach dem Mann gesucht. In der Zwischenzeit habe er offenbar ausgeforscht werden können, er stamme wohl aus einem osteuropäischen Land. Auch wenn der Mann vielleicht ein Drogen- oder sonstiges Problem habe, dürften derartige Vorfälle am helllichten Tag nicht passieren.<BR /><BR />Wichtig ist der jungen Mutter und ihrem Partner aber auch, einen Appell an die Bevölkerung zu richten. Es hätten sich andere Personen auf dem Spazierweg befunden, welche den (vermutlich) Osteuropäer samt seinem Verhalten zuvor bereits gesehen hatten. Man hätte sie daher warnen können, denn eine junge Mutter mit kleinen Kindern ist verhältnismäßig wehrlos und somit ein leichtes Opfer. Außerdem habe der Mann offenbar bereits zuvor an mehreren Orten in Schlanders Radau geschlagen – warum habe niemand die Carabinieri oder die Ortspolizei verständigt? <h3> Zivilcourage zeigen</h3>Ihr Appell ist daher, dass die Vinschger und Vinschgerinnen mehr aufeinander schauen sollten – und z. B. eben die Polizei verständigen oder zumindest Fotos machen und nicht einfach wegschauen, wenn Autos beschädigt werden und dergleichen mehr. Außerdem sollten Straftaten angezeigt werden, damit die Ermittlungsbehörden handfeste Beweise in der Hand halten. Viele würden denken, dass Anzeigen eh keinen Sinn machten – aber das stimme nicht, denn dann würden zumindest die Statistiken zu Straftaten realistischer ausfallen. <BR /><BR />Außerdem brauche niemand Angst vor den Polizeibehörden zu haben, denn z. B. die Carabinieri hätten sich in ihrem Fall vorbildhaft verhalten, betont die junge Frau.