Montag, 08. März 2021

Junge Frauen und ihre Zukunftschancen – wurde der Rückwärtsgang eingelegt?

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März macht der Südtiroler Jugendring (SJR) darauf aufmerksam, dass gerade auch im Interesse der jungen Frauen und deren Zukunftschancen auf eine tatsächliche Gleichberechtigung der Geschlechter hinzuarbeiten ist.

Der Südtiroler Jugendring warnt, dass auch junge Frauen die Leidtragenden der Corona-Krise sind.
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Der Südtiroler Jugendring warnt, dass auch junge Frauen die Leidtragenden der Corona-Krise sind. - Foto: © Shutterstock
„Wir verzeichnen derzeit leider keine Fortschritte in unseren Bemühungen um eine Gleichberechtigung der Geschlechter, sondern Rückschritte“ stellt Tanja Rainer, SJR-Vorsitzende, fest. Krisen verstärken bekanntlich Ungleichheiten. Zu den Verlierern der Corona-Krise zählen insbesondere auch Frauen. So hat die unbezahlte Familien- und Fürsorgearbeit in der Pandemie zugenommen (ISTAT Jahresbericht 2020). Auch betreffen laut Statistikinstitut ISTAT rund 72 Prozent der verloren gegangenen Arbeitsplätze Frauen.

Der Südtiroler Jugendring warnt, dass auch junge Frauen die Leidtragenden sind. „Die Situation hat sich infolge der Corona-Krise zugespitzt. Es gilt schon heute, die Weichen für morgen zu stellen, um Frauen gleiche Arbeitsbedingungen und gleiche Löhne bieten zu können“ so Rainer, die auch mahnt, dass sich eine Gesellschaft überlegen müsse, warum manche – zumeist weiblich besetzte - Berufe mit deutlich weniger Gehalt einhergehen würden. „Es gilt ein faires System zu finden, Familien- und Hausarbeit gerecht aufzuteilen und Frauen gezielt zu fördern“ so Rainer. Des Weiteren weist der SJR darauf hin, dass gerechte Löhne zudem für die Rente von großer Bedeutung sind, um weiblicher Altersarmut vorzubeugen.

„Hier geht es auch darum, dass sich junge Frauen rechtzeitig mit der Altersvorsorge auseinandersetzen und sich in Bezug auf das Thema „Zusatzrente„ informieren“ bezieht Kevin Hofer, SJR-Geschäftsführer, Stellung. „Schließlich ist nicht davon auszugehen, dass die staatliche Pflichtversicherung allein in Zukunft ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern“ so Hofer abschließend.

stol