<BR />Der Betrugsfall soll sich vor drei Jahren in Trient abgespielt haben. Dort, also am Oberlandesgericht von Trient, hat nun der Prozess für die beiden mutmaßlichen Täter begonnen.<BR /><BR />Der heute 95-Jährige, das mutmaßliche Opfer des Betrugs, hatte eine Reihe teurer Schmuckstücke zu Hause. Er war vor seiner Pension als Juwelier tätig. Einen Teil seiner Wertgegenstände wollte er verkaufen – darunter auch Rolex-Uhren im Wert von mehreren Tausend Euro. Insgesamt soll die Summe der zum Verkauf bereitgestellten Waren bei über 65.000 Euro gelegen haben.<BR /><BR />Der Mann entschied sich für die Online-Verkaufsplattform subito.it: Er fotografierte den Schmuck und erstellte eine Anzeige im Internet. Nicht lange dauerte es, bis ein erster Interessent darauf reagierte. Es soll sich um einen Rumänen gehandelt haben, der sich als Experte ausgegeben hat. Daher habe er angegeben, die Ware sorgfältig und in Person prüfen zu wollen, wie die italienische Tageszeitung „L'Adige“ schreibt.<BR /><BR />Die beiden sollen sich daraufhin in der Wohnung des alten Mannes getroffen haben. Angeblich habe der Rumäne behauptet, dass er selbst nicht genügend Geld besitzt, aber einen russischen Freund hat, der am Kauf des gesamten Schmucks im Wert von 65.000 Euro interessiert sei – so berichtet es der „L'Adige“.<BR /><BR />Da der Ex-Juwelier den Rumänen für eine vertrauenswürdige Person hielt, soll er sich zu einem zweiten Treffen bei sich zu Hause verabredet haben – dieses Mal gemeinsam mit dem russischen Freund. Die beiden vermeintlichen Käufer erschienen in vornehmer Manier mit mehreren Bündeln von Bargeld – bloß soll nur eine echte Banknote auf dem Stapel gelegen haben, die Scheine darunter hingegen waren gefälscht. <BR /><BR />Das Problem: Der Mann hatte vermutlich keine Zeit, das Bargeld zu überprüfen. Schließlich sollen die beiden Männer erklärt haben, sie müssten rasch weitergehen, und das Haus nach wenigen Minuten wieder verlassen haben. Mit ihnen waren auch der gesamte Schmuck und die Rolex-Uhren fort.<BR /><BR />Als der geschädigte Verkäufer den mutmaßlichen Betrug entdeckte, erstattete er sofort Anzeige bei der Polizei. Die Männer wurden aufgespürt sowie eine der Uhren – die beiden wurden wegen Diebstahl angezeigt. Nun, knapp drei Jahre nach dem Vorfall, hat der Prozess am Oberlandesgericht Trient begonnen.