Freitag, 06. Dezember 2019

Kadaver von junger Wölfin bei Innichen gefunden

Einen grausigen Fund machten Passanten Donnerstag Früh an der Pustertaler Staatsstraße zwischen Innichen und Vierschach. An der Böschung unterhalb der Straße lag in einer Blutlache ein Kadaver. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um einen Wolf.

In Innichen wurde der Kadaver einer jungen Wölfin gefunden.
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In Innichen wurde der Kadaver einer jungen Wölfin gefunden. - Foto: © shutterstock

Eine DNA-Analyse soll nun definitiv Aufschluss geben, wo das Tier herkam und aus welchem Rudel es stammt.

„Bei dem getöteten Tier dürfte es sich um ein junges Weibchen handeln. Genauen Aufschluss bekommen wir aber erst nach der DNA-Probe“, sagt Luigi Spagnolli, Direktor im Landesamt für Jagd und Fischerei.

Zusammen mit der Forstwache seien seine Beamten am Donnerstag an den zwischen Innichen und Vierschach gelegenen Fundort gerufen worden. Nach einer ersten Vermessung des Kadavers wurde dieser verpackt und nach Bozen gebracht.

Wann und wie genau sich der Unfall auf der Pustertaler Staatsstraße abgespielt hat, ist nicht bekannt. „Vermutlich ist am Fahrzeug durch den Zusammenprall kein Schaden entstanden, und der Fahrer ist einfach weitergefahren“, sagt Spagnolli. „Was ja nicht strafbar ist.“

Dennoch sei es immer ratsam, bei einem Unfall mit einem Wildtier über die Notrufnummer 112 den Bereitschaftsdienst der Forstwache zu verständigen. Diese wiederum schicke einen Jagdaufseher an den Unfallort.

Völlig ungewöhnlich sei ein solcher Unfall nicht. „Besonders jetzt im Spätherbst verlassen die jungen Wölfe und Wölfinnen die Rudel“, erklärt Spagnolli. Und zumal sich auch ihr Futter, sprich das Wild, derzeit im Tal aufhalte, ziehe es eben auch die Wölfe ins Tal. Da könne schon der eine oder andere Unfall mit einem Auto passieren, so Spagnolli.

„In der Toskana, wo es 110 Wolfsrudel und rund 1000 Tiere gibt, sind Autounfälle die häufigste Todesursache für Wölfe“, sagt er.

em