Die Minusgrade brachten die Schifffahrt europaweit nahezu zum Erliegen.Während Italien im Schnee versinkt, stellte Bulgarien wegen der Kälte den gesamten Stromexport ein.Russland: Strengster Winter seit 70 JahrenAllein seit Anfang Februar seien in Russland mehr als 40 Kältetote entdeckt worden, teilte das Zivilschutzministerium in Moskau mit.Die russische Hauptstadt erlebe den strengsten Winter seit 70 Jahren, sagte Vizebürgermeister Pjotr Birjukow am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. In Kliniken werden derzeit Hunderte wegen Erfrierungen behandelt.Die Kaukasusrepublik Armenien schloss am Freitag wegen Schnees und Nebels vorübergehend alle internationalen Flughäfen. „Nichts geht mehr“, sagte ein Sprecher der Behörden in der Hauptstadt Eriwan.Besonders viele Opfer in der UkraineIn der Ukraine gab das Gesundheitsministerium die Zahl der Toten weiter mit mindestens 135 an, auch hier waren die meisten Obdachlose.Mehr als 2.400 Kälteopfer liegen in Krankenhäusern. Mindestens 130.000 Frierende hätten die landesweit rund 3.400 Wärmepunkte aufgesucht und heiße Getränke und Essen bekommen, teilte die Regierung in Kiew mit.Bulgarien stellt Stromexport einBulgarien hat wegen der extremen Winterkälte den gesamten Stromexport eingestellt. Der Exportstopp für andere Balkanländer begann in der Nacht auf Freitag. Grund dafür war der drastisch gestiegene Stromverbrauch und eine Panne in einem wichtigen Kraftwerk, sagte Energieminister Trajtscho Trajkow dem Staatsradio in Sofia.In dem Balkanland wurden am Freitag Temperaturen bis zu minus 14 Grad erwartet.Flüsse gefroren - Schiffsverkehr gesperrtÜberall in Europa sind Schiffe wegen der Eiseskälte blockiert. Am Freitag hat auch Ungarn die vereiste Donau komplett für den Schiffsverkehr gesperrt.„Wegen des dicken Eises auf dem Fluss wurde ein Schifffahrtsverbot erlassen“, teilte am Freitag die zuständige Behörde OMIT mit. „Schiffe, die noch unterwegs sind, müssen umgehend den nächstgelegenen Hafen ansteuern.“Auch die Straße von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer, ist komplett vereist. Dort hingen nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums vom Donnerstagabend 126 Schiffe fest, darunter 120 aus dem Ausland.Heftige Schneefälle machten Italien erneut zu schaffen und sorgten in mehreren Regionen am Freitagvormittag für erhebliche Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr.Schneefälle wurden auch in Süditalien, darunter in Kalabrien gemeldet. In Rom werden bis Samstag weiter heftige Schneefälle befürchtet, wie jene, die den Verkehr in der Hauptstadt vergangene Woche zum Erliegen gebracht haben.apa/dpa/afp