Die Gesamtzahl der Kälteopfer seit Beginn des extremen Winterwetters vor einer Woche stieg damit nach Behördenangaben auf 40. Zu den neuen Opfern gehörten zwei erfrorene Obdachlose in Monza und Ferrara sowie ein geistig gestörter Mann, der nahe Genua erfroren aufgefunden wurde. Am Gardasee wurden minus 25 Grad Celsius gemessen, selbst im Süden des Landes schneite es heftig.In der Stadt L'Aquila in den Abruzzen, die 2009 von einem Erdbeben zerstört wurde, fürchteten die eingeschneiten Bewohner eine Lebensmittelknappheit. Zugleich meldeten sie, ausgehungerte Wölfe seien im Dorf Trasacco aufgetaucht. Weitere Schneefälle sind laut den Wetterexperten in den nächsten Tagen zu erwarten. Zivilschutz wehrt sich gegen KritikInzwischen schüttete Zivilschutzchef Franco Gabrielli Öl ins Feuer der Polemik rund um die chaotischen Zustände nach den heftigen Schneefällen in Rom. Gabrielli klagte, dass der Zivilschutz über ungenügende Kompetenzen und Mittel verfüge, um effiziente Hilfe zu leisten. „Der Zivilschutz ist für das Land eine Notwendigkeit, er muss aber auch in die Lage versetzt werden, kritische Situationen in Angriff zu nehmen“, so Gabrielli. Der Zivilschutz arbeite mit den Strukturen der Lokalverwaltungen zusammen, die strengen Einsparungen unterzogen worden seien.apa