Knackig kalt ist es derzeit vor allem im Pustertal. Hier gab es in der Nacht auf Freitag die kältesten Temperaturen mit -22 Grad. Mehr gefroren haben dürften aber die Toblacher, denn dort weht – und zwar hartnäckig seit vergangenem Samstag – ein kräftiger Ostwind. Und der sorgt dafür, dass die -16 Grad, die die Quecksilbersäule gestern Früh angezeigt hat, als -26 Grad gefühlt wurden.Dauerfrost in ganz SüdtirolDiese sibirische Kälte – sie kommt in der Tat direkt von dort – sorgt in ganz Südtirol für Dauerfrost. Lediglich im Etschtal und im Unterland gab es gestern Nachmittag einige wenige Plusgrade.Überall sonst blieben die Temperaturen auch tagsüber unter null Grad. Am Samstag und Sonntag sinken sie sogar noch einmal. Der Kälterekord – Toblach mit minus 29 Grad am 10. Februar 1969) – ist jedoch nicht in Gefahr.Im Putertal besonders kaltBesonders kalt wird es laut Dieter Peterlin vom Landeswetterdienst, „wo Schnee liegt und es keinen Wind gibt“. Also weiterhin im Pustertal und seinen Nebentälern und im Wipptal.Danach sollte Väterchen Frost zumindest ein wenig nachgeben. Zwar schickt er auch in der kommenden Woche Kälte aus Sibirien, „aber die muss diesmal zuerst über Griechenland und Bulgarien – zum Aufwärmen“, verspricht Peterlin.Dank Inversion wird dies allerdings zuerst auf den Bergen zu spüren sein, das Tal wird bis in die zweite Wochenhälfte auf mildere Temperaturen warten müssen. Kein nennenswerter Schneefall Ganz vergeblich wartet man dagegen auf nennenswerten Schneefall – in der Landeshauptstadt schon Dauerzustand: „Bozen ist in diesem Winter eine der schneeärmsten Städte in ganz Mitteleuropa.Schnee von Turin bis Wien, von Berlin bis Bologna, ja sogar bis Rom“, weiß Peterlin – doch keiner in Bozen.ih/D______________________________________________________________________________________________________________ Mehr zur aktuellen Kältewelle in Südtirol lesen Sie in der heutigen Samstagausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.