Freitag, 23. Februar 2018

?Kältewelle im Anmarsch: Höhepunkt am Dienstag

Der Sonnenschein der vergangenen Tage trügt: Noch ist der Frühling nicht in Südtirol angekommen. Schon am Wochenende sinken die Temperaturen, am Dienstag erwartet uns der Höhepunkt der Kälte mit bis zu -30 Grad Celsius im Hochgebirge.

Ab dem Wochenende heißt es wieder warm anziehen.
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Ab dem Wochenende heißt es wieder warm anziehen. - Foto: © shutterstock

„Wer bereits hoffte die kältesten Tage des Winters überstanden zu haben, den muss ich enttäuschen, denn diese stehen uns erst bevor“, offenbart Landesmeteorologe Dieter Peterlin am Freitag.

Es bleibt also wie angekündigt: Zu Beginn der nächsten Woche erreicht Südtirol eine kontinentale Kaltluft direkt aus Russland. Bereits am Sonntag beginnen die Temperaturen auf den Bergen zu sinken, der Höhepunkt der Kälte folgt laut dem Wetterexperten am Dienstag und Mittwoch.

„Im Hochgebirge rutschen die Temperaturen nahe an die -30-Grad-Marke und auch in einigen Hochtäler rund ums Pustertal und Wipptal sind nachts unter -20 Grad möglich. Aber auch tagsüber bleibt es ab einer Meereshöhe von 500 Metern bei Dauerfrost, nur im Etschtal und Unterland gibt es noch Werte knapp im Plus.“

Am Donnerstag wird es wieder milder

Die Kälte bleibt, so Peterlin, fast eine Woche lang bestehen. Ab Donnerstag wird es zunächst auf den Bergen milder, später dann auch in den Tälern.

„Kältewellen im Februar sind zwar nichts Außergewöhnliches, kommen aber deutlich häufiger in der ersten Monatshälfte vor. Für Ende Februar sind die zu erwartenden Temperaturen daher ungewöhnlich, sie liegen nämlich um rund 10 Grad unter dem Durchschnitt. Am 1. März beginnt ja eigentlich schon der meteorologische Frühling“, so Peterlin.

Einen ersten Überblick über den Winter 2017/2018 kann der Wetterexperte auch schon geben: „Der aktuelle Winter wird temperaturmäßig ausgeglichen in die Wettergeschichte eingehen. In den tiefen Lagen wie dem Etschtal war er ein wenig zu mild, in den höheren Tälern wie dem Pustertal hingegen etwas kälter als im Durchschnitt. Unterdurchschnittlich waren die Monate Dezember und Februar, deutlich zu mild der Jänner. Die Niederschlagsmengen waren südtirolweit überdurchschnittlich, es gab doppelt so viel Regen und Schnee wie üblich.“

stol/liz

stol