Montag, 03. Dezember 2018

Kärntnerin (77) wegen Mordversuchs verurteilt: 12 Jahre Haft

Eine 77 Jahre alte Kärntner Pensionistin ist am Montag am Landesgericht Klagenfurt wegen Mordversuchs an ihrem Ehemann zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau hatte am 3. Jänner dieses Jahres mit zwei Messern mehrmals auf ihren über 80-jährigen Mann eingestochen. Die Geschworenen befanden die Frau einstimmig für zurechnungsfähig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ein Gericht in Klagenfürt hat eine 77-Jährige zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Ein Gericht in Klagenfürt hat eine 77-Jährige zu 12 Jahren Haft verurteilt. - Foto: © shutterstock

Zwei Gutachter hatten die Angeklagte untersucht, der eine bescheinigte ihr eine wahnhafte Störung und Zurechnungsunfähigkeit, der zweite konzedierte zwar eine „Einschränkung der Diskretions- und Dispositionsfähigkeit“, für eine Aufhebung derselben habe jedoch kein Grund bestanden.

Die Tat selbst hat die Frau nie bestritten, die Geschworenen waren auch hier einer Meinung.

Das Gericht verhängte für den Mordversuch 12 Jahre Haft. Sowohl der Verteidiger als auch die Staatsanwältin legten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Beide hatten im Prozess die Berufung eines dritten Gutachters gefordert, was der Richtersenat abgelehnt hatte.

Der Mann der Angeklagten, der den Messerangriff überlebt hatte, hat in seiner Aussage vor Gericht mehrfach erklärt, er sei seiner Frau nicht böse und er wolle sie möglichst bald wiedersehen.

apa

stol