Dienstag, 01. Juni 2021

Kaiserin Sisis Höschen: Wer bietet mehr?

Ein Auktionshaus bei München versteigert die Habseligkeiten von keiner Geringeren als Kaiserin „Sisi“. Darunter auch: Ihre Unterwäsche.

Im Auktionshaus bei München wird die Unterwäsche der Kaiserin Sisi versteigert.
Im Auktionshaus bei München wird die Unterwäsche der Kaiserin Sisi versteigert. - Foto: © Auktionshaus München
Den Startpreis für „3 Teile Leibwäsche aus der Sommergarderobe“ legte Hermann Historica in Grasbrunn auf 1000 Euro fest, wie es auf der Homepage heißt.

Dazu sollten am heutigen Dienstag noch weitere Gegenstände an den Mann gebracht werden, die einst im Besitz der Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837-1889) waren. Darunter sind beispielsweise ein mit Wäsche gefüllter Reisekoffer oder ein goldenes Sofa.




Auch Kleider der Kaiserin wurden versteigert. Ein „elegantes Salonkleid“ ist laut Homepage des Auktionshauses ab 4500 Euro Startgebot zu haben, ein „leichter Morgenmantel“ ab 1200 und ein „Trauerumhang aus schwarzer Spitze“ aus dem Jahr 1889 ab 2000.

In eben jenem Jahr 1889 hatte Elisabeths Sohn Rudolf sich das Leben genommen. Sie soll von da an nur noch schwarz getragen haben. Er war schon das 2-te ihrer Kinder, das die Kaiserin überlebte. Die erstgeborene Tochter Sophie war schon im Alter von 2 Jahren gestorben.

Die angepriesene Unterwäsche stammt den Angaben nach aus den Jahren 1870/80 und besteht „aus zusammengehörigem Unterleibchen und Wickel-Beinkleid aus feinem weißen Leinen sowie einem Paar langer Baumwollstrümpfe“, beschreibt das Auktionshaus: „Das ärmellose Leibchen an Hals und Dekolleté mit Spitzenbordüre, 7 Perlmuttknöpfen und kleiner, in Rot gestickter Krone“.











Die Größe der Unterwäsche käme heute einer extrem schlanken Konfektionsgröße 32 gleich. Die Kaiserin soll eine große und sehr schlanke Frau gewesen sein.

dpa