Samstag, 23. September 2017

Kalb auf der Seiser Alm gerissen

Grässlicher Anblick auf der Seiser Alm. In der Nacht auf Samstag wurde ein Kalb von Bauer Georg Gasslitter vom Oberlanzin-Hof gerissen. Vermutlich waren es Wölfe.

Ein rund einjähriges Kalb wurde auf der Seiser Alm wohl Opfer einer Wolfattacke.
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Ein rund einjähriges Kalb wurde auf der Seiser Alm wohl Opfer einer Wolfattacke.

Gefunden wurde das rund einjährige Tier am Samstagmorgen von vorbeifahrenden Lieferanten. Umgehend informierten diese den Besitzer, der sich ein Bild von der Lage machte. "Das Tier muss qualvoll ausgeblutet sein. Es lag in der Böschung mit dem Kopf nach unten gerichtet, vom Steißbein bis zu den ersten Rippen war es vollkommen zerfressen", berichtet Gasslitter auf Nachfrage von "STOL". 

Völlig zerfressen lag das Kalb in der Böschung unweit des Weges.

Das Forstinspektorat, die Jagdaufseher sowie der Amtstierarzt wissen bereits von dem Vorfall, am Samstagnachmittag werden DNA-Proben des Kalbs entnommen. 

Die übrigen Tiere, welche auf demselben Platz weideten, wurden derweil hingegen in Sicherheit gebracht. "Bei guter Witterung hätte das Vieh wohl noch 2 bis 3 Wochen im Freien bleiben können. Unter diesen Umständen müssen wir aber unbedingt dafür sorgen, dass es zumindest in der Nacht in den Stall gebracht wird", berichtet Gasslitter.

Für die Kastelruther Bauern kam die Attacke vollkommen überraschend. Wie Georg Gasslitter erklärt, war dies der erste derartige Vorfall auf dem Gemeindegebiet. 

stol/deb

stol