Im Süden Kaliforniens bei Malibu nordwestlich von Los Angeles wütete das „Woolsey“-Feuer weiter. Beide Brände, die bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört haben, sind bisher nur zu etwas mehr als einem Drittel eingedämmt.Die „Woolsey“-Flammen fressen sich weiter durch die pittoreske hügelige Gegend rund um den Promi-Wohnort Malibu. Im Süden beläuft sich die Todeszahl bisher auf zwei, Tausende Bewohner der Gegend mussten sich jedoch in Sicherheit bringen und ihre Heime zurücklassen.Auch die Villen mehrerer in und um Malibu ansässiger Stars brannten ab – darunter die Häuser von Popstar Miley Cyrus und ihrem Lebensgefährten Liam Hemsworth sowie von Schauspieler Gerard Butler und Moderator Thomas Gottschalk.Der US-Rapper Kanye West und seine Frau Kim Kardashian hatten Medienberichten zufolge ihr Anwesen in Hidden Hills mit privaten Feuerwehrleuten vor dem Brand schützen können und damit wohl auch die Flammen von angrenzenden Grundstücken ferngehalten.Stars wie Lady Gaga riefen dazu auf, die Feuerwehr oder Hilfsorganisationen in Kalifornien mit Spenden zu unterstützen. Das Paar Cyrus/Hemsworth spendete nach CNN-Angaben 500.000 US-Dollar (rund 444.000 Euro) für die Waldbrandopfer. Mehrere tausend Feuerwehrleute im EinsatzMehrere tausend Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Flammen im Norden und im Süden zu bekämpfen. Der Ort Paradise nördlich von Sacramento gleicht nach dem „Camp“-Inferno einer Geisterstadt. Hier wurden die 48 Leichen in verbrannten Häusern und Autos gefunden. Die Gesundheitsbehörde im Butte County rief die Bevölkerung auf, sich und besonders Kinder vor der rauchverschmutzten Luft zu schützen und drinnen zu bleiben.Einsatzkräfte gingen davon aus, dass starke Winde und die knochentrockene Landschaft gerade im Süden die Lage verschärfen dürften. Die leicht entflammbare Vegetation, fehlender Niederschlag und eine geringe Luftfeuchtigkeit seien die „perfekten Zutaten für ein explosives dynamisches Brandwachstum“, sagte Chris Anthony von der kalifornischen Brandschutzbehörde der „Los Angeles Times“. Die Kalifornier sollten sich auf eine „lange und potenziell tödliche“ Feuersaison einstellen. Es werde schlimmer, als es sich die Bevölkerung jemals habe vorstellen können.apa/dpa