Konkret soll ein Nachtparkverbot auf mehreren öffentlichen Parkplätzen eingeführt werden – unter anderem im Bereich der Rastenbach-Klamm und entlang des Seerundwanderweges. Ziel ist es, Umweltverschmutzung und unerlaubtes Campieren einzudämmen, so der zuständige Gemeindereferent Lukas Luggin. Vorgesehen ist ein Parkverbot mit Abschleppung in der Zeit von 22 bis 6 Uhr. Die Maßnahme soll nach Anbringung der entsprechenden Beschilderung in Kraft treten.<BR /><BR />Für Diskussion sorgte auch eine Interpellation der Oppositionsfraktionen Kaltern Gemeinsam, Bündnis Kaltern und Dorfliste Kaltern zur Umsetzung der seit Jahren geforderten Tunnellösung am Verkehrsknotenpunkt Pillhof (siehe auch eigenen Artikel). In der Anfrage wurde die Verzögerung des Projekts kritisiert und ein stärkeres politisches Engagement eingefordert. Die Oppositionslisten verwiesen dabei auf bestehende Beschlüsse und die anhaltende Verkehrsbelastung im Überetsch.<BR /><BR />In seiner Antwort betonte Bürgermeister Christoph Pillon, dass die primäre Zuständigkeit für das Projekt beim Land liege, vor allem aber, dass in den letzten Wochen bereits einiges weiter ging. In Kürze werden die Arbeiten an der MeBo-Auffahrt beginnen. Die Ausschreibung des Ausführungsprojektes für die Vorzugsspur zwischen St. Michael und dem Pillhof wird gerade vorbereitet.<BR /><BR />„Die Gemeinde bringt ihre Position kontinuierlich in Gesprächen ein und stehe in engem Austausch mit der Gemeinde Eppan und den dortigen politischen Entscheidungsträgern“, sagte Bürgermeister Christoph Pillon. Ziel sei es, gemeinsam mit dem Land schrittweise umsetzbare Lösungen voranzutreiben und den öffentlichen Verkehr langfristig zu stärken.<BR /><BR />Breiten Raum nahm schließlich die Diskussion zum Gemeindeentwicklungsprogramm ein. Dabei wurden unterschiedliche Positionen der Gemeinderatsfraktionen deutlich. Während Dorfliste Kaltern und Kaltern Gemeinsam eine stärkere Verkehrsberuhigung und autofreie Ortskerne fordern, sehen SVP und Bündnis Kaltern die Grenzen solcher Maßnahmen und betonen die Notwendigkeit eines ausgewogenen Miteinanders aller Verkehrsformen.<BR /><BR />Auch beim Thema Siedlungsentwicklung gehen die Ansichten auseinander: Von gezieltem Wachstum mit Fokus auf leistbaren Wohnraum bis hin zu einer bewussten Begrenzung der Entwicklung zur Erhaltung des dörflichen Charakters reicht das Spektrum der Vorschläge. Ebenso wurde die Bedeutung von Grün- und Freiräumen für die Lebensqualität in der Gemeinde hervorgehoben.