Im Gespräch mit uns erzählt der langjährige Kommandant und nunmehrige Ehrenkommandant Erich Holzknecht, warum er vor mehr als 40 Jahren der Feuerwehr Thuins beigetreten ist und was ihn seitdem dort hält.<BR /><BR />Die Freiwillige Feuerwehr von Thuins hat am Samstagnachmittag mit einem Festgottesdienst ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. „Was hat sich in den 100 Jahren seit der Gründung geändert?“, fragte Bürgermeister Peter Volgger beim anschließenden Festakt und fuhr fort: „Sicherlich die Ausrüstung und zum Teil auch die Art der Einsätze. Gleich geblieben ist aber der Wille, anderen zu helfen und der Bevölkerung die Sicherheit zu geben, dass es Menschen gibt, die für sie da sind“.<BR /><BR />Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp lobte die Feuerwehr Thuins mit ihren knapp 30 Mitgliedern als tüchtige, schlagkräftige Truppe. <BR /><BR />Im Rahmen des Festaktes wurde Erich Holzknecht zum Ehrenkommandanten ernannt. Er ist seit über 40 Jahren bei der Feuerwehr Thuins und war in dieser Zeit in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem 10 Jahre als Vizekommandant und von 2000 bis 2020 als Kommandant. Wir haben mit ihm gesprochen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65574948_quote" /><BR /><BR /><b> Wissen Sie noch, was Sie 1982 bewogen hat, der Feuerwehr Thuins beizutreten?</b><BR />Erich Holzknecht: Der Wunsch, meine Freizeit sinnvoll zu nutzen und etwas für andere zu tun, hat mich dazu bewogen.<BR /><BR /><b>Haben Sie damit gerechnet, zum Ehrenkommandanten ernannt zu werden?</b><BR />Holzknecht: Nein, ich habe nichts davon gewusst. Meine Kameraden haben das so geschickt gemacht, dass ich bei all den Vorbereitungen für die Feier nichts davon mitbekommen habe. Die Überraschung ist gelungen: Ich freue mich sehr darüber, die Ehrung bedeutet mir sehr viel. <BR /><BR /><b>Sie standen der Wehr 20 Jahre als Kommandant vor. Welche Führungsqualitäten braucht man Ihrer Meinung nach, um dieses Amt gut auszufüllen?</b><BR />Holzknecht: Das Wichtigste ist eine gute Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr. Dafür muss der Kommandant ausgleichend wirken. Wenn sich alle gut verstehen, hat man es auch als Kommandant leichter. Wichtig ist es auch, den Kontakt zur Bevölkerung zu pflegen, präsent zu sein und die Beziehungen zum Bürgermeister und zur Gemeinde, zum Feuerwehrbezirk und zum Landesverband zu pflegen. <BR /><BR /><b> Welcher Einsatz ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?<BR /></b>Holzknecht: Das war das schwere Unwetter im August 2012, bei dem das Riesenbachl über die Ufer getreten ist und große Schäden angerichtet hat. Das war ein schwerer Einsatz, der mehrere Tage gedauert hat, und bei dem auch Häuser evakuiert werden mussten. <BR /><BR /><b>Wie viel Zeit widmen Sie der Feuerwehr?<BR /></b>Holzknecht: Ich bin seit 6 Jahren in Pension. Da ich jetzt mehr Zeit habe, werde ich öfter gerufen, zum Beispiel bei kleineren Einsätzen. Das mache ich gern, auch weil ich aus meiner Zeit als Kommandant weiß, wie wichtig es ist, wenn man auf Feuerwehrleute zurückgreifen kann, die nicht jedes Mal eigens von der Arbeit weg müssen.