„Für uns ist die Bodycam ein Abschreckungselement“, sagte Pietro Foroni, Vorstandschef von FS Security, bei der Vorstellung des Systems in Rom. Wer eine unerlaubte Handlung plane und einem Mitarbeiter mit eingeschalteter Kamera gegenüberstehe, mache häufig einen Schritt zurück.<BR /><BR />Nach Angaben von Foroni wurden die Kameras in den ersten 21 Tagen nach ihrer Einführung 18-mal aktiviert. In 17 Fällen habe bereits die sichtbare Präsenz der Bodycam eine abschreckende Wirkung gehabt und zur Entschärfung der Situation beigetragen. Die Maßnahme ist Teil eines Programms, mit dem die Sicherheit im italienischen Bahnverkehr verbessert werden soll - zum Schutz von Mitarbeitern und Reisenden.<BR /><BR />Für die Staatsbahnen sei Sicherheit ein zentrales Thema, betonte FS-Präsident Tommaso Tanzilli. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz der Infrastruktur, sondern auch um die Sicherheit der Fahrgäste, der Beschäftigten und persönlicher Daten. Die Frage betreffe nicht allein die Bahn, sondern die Lebensqualität im gesamten Land.<BR /><BR />Die Bodycams seien eine zusätzliche Schutzmaßnahme für die Sicherheitskräfte und zugleich ein Gewinn für die Reisenden, sagte Tanzilli. Wer für Sicherheit in Bahnhöfen, Zügen und anderen Bereichen des Bahnverkehrs sorge, müsse selbst geschützt werden. Moderne Technologie könne dabei eine wichtige Unterstützung sein.<BR />FS Security ist die Sicherheitsgesellschaft der Staatsbahnen. Die Mitarbeiter sind vor allem in Bahnhöfen, Zügen und an wichtigen Eisenbahnanlagen im Einsatz. Sie kümmern sich um die Präsenz und Überwachung vor Ort, unterstützen bei Konflikten, Vandalismus oder gefährlichen Situationen und arbeiten mit Polizei und anderen Behörden zusammen.<BR /><BR />Die Beschäftigten von FS Security sind private Sicherheitskräfte und verfügen nicht über die gleichen Befugnisse wie staatliche Einsatzkräfte. Bei Straftaten oder größeren Gefahrenlagen bleiben Polizei und andere staatliche Behörden zuständig.