Donnerstag, 31. August 2017

Kampagne gegen Schächtung vor muslimischem Opferfest in Italien

Tierschützer und die populistische Fünf Sterne-Bewegung machen in Italien gegen rituelle Schlachtungen (Schächten) mobil.

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Anlässlich des bevorstehenden muslimischen Opferfest Eid al-Adha forderten die Oppositionspartei und Aktivisten mehrere Tierschutzverbände am Donnerstag ein Schächtungsverbot.

„Tiere dürfen nicht Opfer einer unannehmbaren Gewalt im Namen der Tradition werden“, erklärte der Fünf Sterne-Parlamentarier Paolo Bernini. Die Kampagne sei nicht gegen religiöse Traditionen gerichtet, betonte er, sondern nur gegen „das Tierleid, das sich daraus ergibt“. Die Tierschützer verwiesen auf Einschränkungen und Verbote, die es bereits in mehreren EU-Staaten gebe.

Sowohl nach der jüdischen als auch nach der islamischen Tradition werden zum Verzehr bestimmte Rinder und Schafe mittels Schnitt durch die Halsschlagader und anschließendes Ausbluten getötet. In Österreich dürfen rituelle Schlachtungen ohne vorausgehende Betäubung der Tiere mit behördlicher Bewilligung in dafür zugelassenen Schlachtanlagen in Anwesenheit eines Tierarztes durchgeführt werden. Dabei müssen laut Tierschutzgesetz die großen Blutgefäße im Halsbereich mit einem Schnitt geöffnet und die Tiere unmittelbar danach wirksam betäubt werden.

apa

stol