Mittwoch, 15. November 2017

Kampf gegen Kiefernprozessionsspinner beginnt

Auffällige weiße Raupen-Gespinstnester in den Kronen und an den Astenden der Kiefern weisen auf den Befall durch Kiefernprozessionsspinner hin. „Es ist der stärkste Befall seit zehn Jahren“, erklärt der Direktor des Forstinspektorates Schlanders Georg Pircher. Am Donnerstag wird im Vinschgau ein Präparat zur Bekämpfung des Prozessionsspinners vom Hubschrauber aus ausgebracht.

Foto: LPA/Forstinspektorat Schlanders
Badge Local
Foto: LPA/Forstinspektorat Schlanders

Die Brennhaare dieser Forstschädlinge sind giftig, weshalb sich Menschen und Tiere von ihnen fernhalten sollen. Eine Bekämpfung ist in Gebieten Pflicht, wo dieser Schädling ein Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellen könnte. Auch ein Gutachten der Universität Padua empfiehlt eine Bekämpfung. Seit zehn Jahren sind„ Bestimmungen über die Pflichtbekämpfung des Kiefernprozessionsspinners Thaumetopoea pityocampa“ in Kraft.

Am Donnerstag, 16. November, wird ab 8.30 Uhr von einem Hubschrauber aus das biologische Präparat Bacillus thuringiensis verteilt.

Von der betroffenen Waldfläche von rund 1200 Hektar werden rund 150 Hektar in Goldrain, den Vetzaner Leiten, Schlanderser Leiten, Laaser Leiten, Kortscher Leiten, Eyrser Leiten und Spondinig bekämpft, beginnend von Goldrain talaufwärts. Sollte die Witterung ungünstig sein, erfolgt die Ausbringung an einem der darauffolgenden Tage.

Das verwendete Mittel stellt weder für Mensch noch Tier eine Gefahr dar, unterstreicht Amtsdirektor Pircher: „Das Präparat ist unschädlich, da es erst im Verdauungstrakt der Raupen seine Giftigkeit entwickelt, nachdem diese die Nadeln der Föhren gefressen haben.“ Die betroffenen Waldgebiete werden kurzzeitig gesperrt, der Forstdienst ist vor Ort. Das biologische Bekämpfungsmittel baut sich innerhalb weniger Tage ab.

Für die Behandlung einzelner Bäume im Siedlungsbereich kann man sich an die zuständige Forststation wenden, da die Möglichkeit besteht, auch mit Bodenspritzgeräten eine Behandlung durchzuführen. Auskünfte erteilen das Forstinspektorat Schlanders unter der Telefonnummer 0473 736120 oder die Forststationen.

lpa

stol