„Wartezeiten sind kein rein Südtiroler Thema, sondern betreffen alle Regionen. Umso wichtiger sind Monitoring und aktuelle Daten, um zu sehen, wo wir gut aufgestellt sind und wo Handlungsbedarf besteht“, so Messner. Er begrüße die zunehmende Vernetzung der Regionen, um Wartezeiten abzubauen.<BR /><BR />In diesem Sinne wurde beim Treffen das neue Dashboard der gesamtstaatlichen Plattform PNLA (Piattaforma Nazionale Liste di Attesa) vorgestellt. Dieses sammelt Daten zu den Wartezeiten aus allen Regionen Italiens, macht sie öffentlich vergleichbar und unterstützt dabei das Monitoring. Die PNLA-Daten bilden Termine nach Dringlichkeitsklassen von dringenden Fällen bis zu planbaren Leistungen ab und dienen somit nicht als Ranking, sondern zur Verbesserung der Versorgung, so die AGENAS-Vertreter. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327797_image" /></div> <BR /><BR />Die Analyse der Südtiroler Daten zeigt, dass viele Fachbereiche stabil arbeiten. In den Bereichen Neurologie und Urologie besteht hinsichtlich der Wartezeiten noch Verbesserungsbedarf. Auffällig ist der Unterschied zwischen angebotenen Terminen und deren tatsächlicher Annahme durch Patientinnen und Patienten. Immer wieder bleiben kurzfristig verfügbare Termine ungenutzt, obwohl sie dazu beitragen könnten, Wartezeiten zu verkürzen.<BR /><BR />Zentrales Thema war daher das Zusammenspiel zwischen Angebot, Information und Nutzung. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen besser auszuschöpfen und schneller auf Engpässe aufmerksam zu werden, betonte Messner. Dazu brauche es verlässliche Daten, klare Prozesse und eine gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten.<BR /><BR />Auch strukturelle Maßnahmen wurden besprochen. Die Rolle der Hausärzte und Hausärztinnen als erste Anlaufstelle und eine gezielte Steuerung der Krankenhausleistungen sollen helfen, Wartezeiten nachhaltig zu senken. Gleichzeitig wurde die Bedeutung gemeinsamer Standards und der Vergleichbarkeit zwischen den Regionen betont.