Freitag, 26. Juni 2020

Erbitterter Kampf um Erbe von „El Chapo“ fordert 16 Tote

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Mexiko um das Erbe des in den USA inhaftierten Ex-Kartellchefs Joaquín „El Chapo“ Guzman sind nach einer mehrstündigen Schießerei 16 Menschen getötet worden.

Bei den Bandenkämpfen geht es um das Erbe von "El Chapo" Guzman. - Foto: © APA (AFP) / ULISES RUIZ
Nach einem Schusswechsel auf einer Straße nahe Tepuche im Bundesstaat Sinaloa seien 7 Leichen in einem Lieferwagen gefunden worden, teilte der regionale Sicherheitsminister Cristobal Castaneda am Donnerstag mit.

Einige Stunden später seien in dem Ort 9 weitere Leichen entdeckt worden. Die Schießereien dauerten nach Angaben des Ministers insgesamt 6 Stunden. Bei allen Toten handelt es sich demnach um Mitglieder der Drogengangs. Die Toten seien schwer bewaffnet gewesen und hätten kugelsichere Westen getragen. Laut Castaneda gab es seit Ende Mai bereits 8 andere Kämpfe zwischen Drogenbanden in der Region.

Machtkampf um früheres Sinaloa-Kartell

In diesen Gefechten geht es mexikanischen Medien zufolge um die Kontrolle über das früher von Guzman angeführte Sinaloa-Kartell. Dabei stehen sich eine von den Söhnen Guzmans angeführte Gruppe und eine Bande unter Ismael „El Mayo“ Zambada gegenüber, der lange als die Nummer 2 des Kartells galt.

„El Chapo“ hatten die mexikanischen Behörden 2017 an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Dort wurde er im Juli 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt.

apa

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