Montag, 18. Dezember 2017

Kanadischer Milliardär und Ehefrau starben durch Strangulation

Der kanadische Pharma-Milliardär Barry Sherman und seine Ehefrau sind durch Strangulation ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei von Toronto am Sonntagabend (Ortszeit) nach einer Obduktion der Leichname mit. Zu den „verdächtigen Todesfällen“ ermittle die Mordkommission der Polizei.

Die Ermittler vermuten, dass Sherman seine Frau tötete, ihre Leiche aufhing und sich dann selbst das Leben nahm. - Foto: Facebook
Die Ermittler vermuten, dass Sherman seine Frau tötete, ihre Leiche aufhing und sich dann selbst das Leben nahm. - Foto: Facebook

Der 75-jährige Sherman, Gründer des Pharmariesen Apotex, und seine fünf Jahre jüngere Frau Honey waren am Freitag in ihrer Villa in einem Nobelviertel von Toronto tot aufgefunden worden. Medien berichteten unter Berufung auf einen Polizeivertreter, die beiden Leichname hätten an einem Geländer am Schwimmbecken der Villa gehangen.

Demnach vermuten die Ermittler, dass Sherman seine Frau tötete, ihre Leiche aufhing und sich dann selbst das Leben nahm. Die Familie hat diese Version entschieden zurückgewiesen.

Schock in Toronto nach Bekanntwerden des Vorfalls

„Man hat uns die tragische Nachricht mitgeteilt“, schrieb das von Sherman gegründete Pharma-Unternehmen Apotex in der Nacht zum Samstag nach Bekanntwerden der Nachricht beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir sind alle zutiefst geschockt und traurig.“ Premierminister Justin Trudeau kondolierte per Twitter.

Die genauen Todesumstände waren zunächst unklar. Nach kanadischen Medienberichten waren die beiden am Freitag von einer Maklerin tot in ihrem Haus entdeckt worden. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Die Todesumstände seien „verdächtig“, sagte ein Polizeisprecher. Nähere Details gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

Paar großzügig und beliebt

Der 1942 geborene Sherman hatte mit dem von ihm aufgebauten Pharmaunternehmen enorm viel Geld verdient. Nach Schätzungen des „Forbes“-Magazins betrug sein Vermögen rund drei Milliarden Dollar. Mit seiner Ehefrau hatte er vier Kinder, das Paar galt als großzügig und beliebt.

dpa

stol