Hier die ganze Geschichte.<BR /><BR /><BR /><BR />von Martin Tinkhauser<BR /><BR />Die Tatsache, dass Stadtdekan Josef Wieser im Pfarrgarten Kaninchen hält und diese auch öffentlich zugänglich macht, spaltete schon länger und immer wieder die Gemüter. Dekan Wieser selbst sah sein Hobby der Kaninchenzucht mit dem Pragmatismus eines Priesters: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“, verwies er auf das Markus-Evangelium. Über die Jahre wurde der Pfarrgarten zu einem äußerst beliebten Treffpunkt für Kinder – mit und ohne Eltern. <BR /><BR />Es gibt aber Leute, die im Umgang der Kinder mit den Kaninchen Tierquälerei sehen. Mehrmals musste sich Dekan Wieser deshalb auch gegen Angriffe verwehren; die meisten davon kamen anonym. <BR /><BR />Auch jetzt sei wieder eine Anzeige vorgelegen, erklärt Dekan Wieser. Deshalb sei am Donnerstag auch die zuständige Tierärztin zur Kontrolle gekommen. Sie habe aber kein Problem festgestellt, weder bei den Tieren noch in der Haltung.<BR /><BR />Am Freitag dann seien 2 Damen, die sich als Vertreterinnen eines Überetscher Tierschutzvereins ausgaben, bei ihm vorstellig geworden und hätten ihm erklärt, Tiere abholen zu wollen. Er habe den Frauen versucht aufzuzeigen, dass er seine Kaninchen bereits einem Halter im Ahrntal versprochen habe, zumal er ja mit Ende August versetzt werde. Doch die Tierschützerinnen bestanden darauf, die Tiere mitnehmen zu wollen. Schließlich stimmte er zu, einige Tiere abzugeben. <BR /><BR />Am Samstag dann kamen die Tierschützerinnen erneut und wollten auch die übrigen Tiere holen. Wieder stimmte der Dekan zu – ungern, aber doch. <BR /><BR />2 trächtige Häsinnen und ein Muttertier mit 10 Jungtieren wolle er aber für sich behalten, erklärte der Dekan den Frauen. Die jungen Kaninchen habe er Kindern versprochen und das Versprechen wolle er einhalten. <BR /><BR /><b>Eine Frau und ein Jugendlicher an den Ställen beobachtet</b><BR /><BR />Am Sonntag dann, als er seine verbliebenen Kaninchen füttern wollte, musste er feststellen, dass alle Ställe leer waren. Wie er feststellen konnte, sei die Garagentür zum Pfarrgarten mit Gewalt geöffnet worden.<BR /><BR />Die Tochter einer im Widum wohnenden Familie hatte beobachtet, wie sich eine Frau und ein Jugendlicher an den Ställen zu schaffen machten, und sie angesprochen, doch hätten die beiden sich von ihrem Tun nicht abbringen lassen. <BR /><BR />„Die anderen Tiere wurden mit meinem Wissen und letztendlich auch mit meiner Zustimmung weggebracht, aber das am Sonntag ist Diebstahl“, sagt Dekan Wieser.<BR /><BR />Anzeigen werde er den Diebstahl nicht. Er sei der ewigen Streiterei müde für etwas, das er nur zum Wohle vieler Kinder und Familien tun wollte. Der Pfarrgarten bleibt geschlossen. <BR /><BR />Seitdem Dekan Wieser das Plakat auf dem Tor zum Garten aufgeschlagen hat, schlägt der Diebstahl in sozialen Netzwerken große Wellen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="632345_image" /></div>