Sonntag, 19. November 2017

Kardaun: Große Schienen-Zivilschutzübung für den Ernstfall

Ein Güterzug steht kurz vor der Tunneleinfahrt. Plötzlich bricht ein Brand in der mit Personal besetzen Lokomotive aus. Nun muss alles ganz schnell gehen: Ein Großaufgebot an Einsatzkräften wird alarmiert, die Unfallstelle wird abgeriegelt und der Lösch- und Rettungseinsatz vorbereitet. Dies alles geschah in der Nacht auf Sonntag im Eisenbahntunnel von Kardaun - zur Übung, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, wurde in der Nacht auf Donnerstag auf den Schienen bei Kardaun eine Zivilschutzübung durchgeführt.
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Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, wurde in der Nacht auf Donnerstag auf den Schienen bei Kardaun eine Zivilschutzübung durchgeführt. - Foto: © shutterstock

Die große Zivilschutzübung in der Nacht auf Sonntag wurde vom Regierungskommissariat koordiniert, beteiligt waren Einsatzmannschaften der Italienischen Staatsbahnen und des Zivilschutzes, der Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr, der Landesnotrufzentrale, der Bahnpolizei, der Einsatzzentralen von Polizei und Carabinieri und der Finanzpolizei. 

Bereits im Vorfeld der Übung fand ein Ausbildungs- und Infotreffen über die möglichen Gefahren des Schienenverkehrs für die Teilnehmer statt. Hierbei wurde zudem der Umgang mit den speziellen Funkgeräten im Eisenbahntunnel von Kardaun trainiert. 

In den Nachtstunden auf den 19. November wurde dann der Ernstfall simuliert. In einem Zug an der Nordeinfahrt des Tunnels ist ein Feuer ausgebrochen, ein Lokführer wurde dabei verletzt. Umgehend muss die Rettungskette in Gang gesetzt werden, um größere Schäden zu verhindern. Nun ist der Einsatz eines jeden Einzelnen gefragt. 

Getestet werden sollte bei der Großübung die Funktionalität der Notfallpläne, besonders in der Zeit vor dem Eintreffen der Rettungsmannschaften, die Dauer der Einsatzzeiten des Wartungsdienstes sowie die Dauer bis zur Wiederöffnung der Bahnlinie für den Zugverkehr. 

Der reguläre Bahnverkehr wurde durch die Zivilschutzübung nicht gestört. 

stol 

stol