Mecja war angeklagt, seine Freundin (35) am 22. Oktober 2022 in der gemeinsamen Wohnung in der Bozner Trieststraße mit einem Hammer erschlagen zu haben. Im März 2023 wurde der gebürtige Albaner vom Bozner Schwurgericht zu 24 Jahren Haft wegen Mord verurteilt, in zweiter Instanz wurde das Urteil bestätigt. Inzwischen ist es rechtskräftig.<BR /><BR /> Mecja büßt seine Strafe in Verona ab. Er war – als das Paar noch in Verona lebte – wegen Stalking an Mocanu verurteilt worden. Das wurde ihm im Bozner Mordprozess erschwerend vorgehalten. <BR /><BR />Sein Verteidiger Massimo Dal Ben führte in seiner Kassationsbeschwerde ins Feld, dass zwischen Stalking und Mord ganze zwei Jahre lagen, also eine so lange zeitliche Unterbrechung, dass zwischen den beiden Taten kein unmittelbarer Zusammenhang bestehe. Dal Ben wollte mit seienr Argumentation den erschwerenden Umstand kippen und damit eine massive Strafmaßreduzierung für seinen Mandanten erwirken.<BR /><BR />Doch das Kassationsgericht stellte jetzt in seiner Urteilsbegründung fest, dass Mecja, wie er selbst zugegeben habe, „zumindest seit Sommer 2022 sein verfolgendes Verhalten wieder aufgenommen“ habe.<BR /><BR /> Er sei ständig am Mocanus Arbeitsplatz aufgetaucht, habe sie ununterbrochen angerufen, sei ihr überall hin gefolgt, habe ihre Telefonate abgehört und sich sogar einmal im Auto versteckt, um Mocanu zu beschatten. <BR /><BR />Im Sinne von Art. 612bis StGB (Stalking) seien die Taten „in eine gemeinsame Zweckperspektive“ einzuordnen, die auf die Einschränkung und als letzten Schritt „die Auslöschung der Persönlichkeit des Opfers“ abziele.